Robert und Sondra Mühlenhort aus Amerika feiern „Goldene“ in der Kreisstadt

Leibgericht sind lecker Schnitzel und Bratkartoffeln

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Bester Laune zeigte sich das Goldpaar (vorn Mitte) inmitten der Verwandten.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Sehr gut kann er sich noch an die Bäckerei Meyer, das Waffengeschäft an der Huntestraße und das Wildeshauser Kino erinnern – zum dritten Mal besucht Robert Mühlenhort derzeit die Kreisstadt, wohnt mit seiner Frau Sondra bei seiner Cousine Helga Wilkens und ihrem Mann Georg an der Hermannstraße.

Dieser Besuch aber ist ein ganz besonderer, denn Robert (71) und Sondra (69) feiern hier ihre goldene Hochzeit. „Als ich elf Jahre alt war, da haben wir genau hier in diesem Haus die goldene Hochzeit meiner Großeltern Auguste und Heinrich Mühlenhort gefeiert“, erzählt der Gast aus Florida. Und mit einem Augenzwinkern: „Da habe ich meinen ersten Alkohol getrunken. Ich glaube, ich war auch etwas betrunken.“

Ähnlich wie vor 60 Jahren ist auch nun wieder im Garten ein Ehrenbogen mit einer goldenen „50“ hinter der Gartenbank aufgestellt. „Wie damals, als wir alle fotografiert wurden“, so der Gold-Bräutigam. Auch wenn der eigentliche Hochzeitstag bereits am 7. August gewesen sei, so sei es ihm eine Herzensangelegenheit, auch hier noch einmal zu feiern: „Wildeshausen ist eine schöne Stadt und ich liebe leckere Schnitzel mit Bratkartoffeln. Das ist mein Leibgericht.“ Das war eine Aussage, die von seiner Cousine nur bestätigt werden konnte: „Seine Eltern hatten früher in Washington ein kleines Lokal mit deutschem Essen. Da stand dieses Gericht natürlich auch auf der Speisekarte. Daran kann sich Robert noch gut erinnern.“

Es war am 17. September 1926, als sein Vater Otto, der in Winkelsett und Wildeshausen gelebt hatte, Deutschland den Rücken kehrte und nach Amerika ausgewandert ist, um sich dort eine Existenz aufzubauen, was ihm auch sehr schnell gelungen ist.

Am 7. August 1965 gaben sich Robert und Sondra in Maryland das Ja-Wort. Im Jahr 1999 entschieden sie sich, nach Florida zu ziehen. Der 71-Jährige war früher bei der Polizei und ist heute noch oft in Jordanien unterwegs, um Spezialeinheiten zu schulen.

Das erste Mal setzte er 1955 als Elfjähriger seine Füße auf deutschen Boden. Damals lebten die Gäste aus Amerika vier Monate in Wildeshausen an der Hermannstraße. „Als Kind hat es mir hier auch schon sehr gut gefallen.“ Der zweite Besuch erfolgte im August 2010 zum 90. Geburtstag seiner Tante.

Der jetzige Besuch war mit einer Deutschland-Tour verbunden, die unter anderem nach Köln, München und Heidelberg führte. Wann sie noch einmal wiederkommen, konnten beide zurzeit noch nicht sagen.

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