Bürgermeister Kuraschinski weist Kritik zurück

Rewe-Neubau nimmt erste Hürde – Gespräche über Wohnungsbau 

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Der Rewe-Markt in Wildeshausen ist bald Geschichte. Das Gebäude soll kommendes Jahr abgerissen werden.

Wildeshausen - Die erste Hürde für den Neubau eines Rewe-Marktes in Wildeshausen sind genommen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt empfahl am Donnerstagabend, den Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes anzunehmen.

Allerdings gibt es nun einen ergänzenden Arbeitsauftrag, was die Fassadengestaltung betrifft. Die Verwaltung wird zudem aufgefordert, noch einmal mit dem Investor Rewe das Gepräch zu suchen, ob nicht die Möglichkeit besteht, über dem Supermarkt Wohnungen zu bauen.

Bürgermeister Jens Kuraschinski reagierte in der Sitzung auf die Kritik von Karl Schulze Temming-Hanhoff, dass es keinen vorangegangenen Ratsbeschluss gegeben habe und zudem ein städtebaulicher Vertrag mit dem Investor abgeschlossen wurde, ohne sich mit der Politik abzustimmen. Da es sich um den ersten Aufstellungsbeschluss handele, sei kein Ratsbeschluss erforderlich gewesen, so Kuraschinski. Bei der Vereinbarung mit Rewe habe es sich zudem um einen Kostenübernahmevertrag gehandelt und nicht um den Durchführungsvertrag. Dieser müsse selbstverständlich vom Rat genehmigt werden.

„Das Leben und die Planung sind oft ein Kompromiss“, so der Bürgermeister. Er könne aber nicht erkennen, dass der Bau den Zielsetzungen von „Wildeshausen 2030“ widerspreche. Ein wichtiger Aspekt bei den bisherigen Diskussionen sei es gewesen, den innerstädtischen Einzelhandel zu stützen und zu erhalten. Genau das werde mit dem Neubau des Rewe-Markts angestrebt.

Ebenfalls um die Innenstadt ging es im Rahmen des Ausschusses bei dem Antrag der SPD-Fraktion, den Wildeshauser Marktplatz barrierefrei zu gestalten. „Gerade der Marktplatz mit seinem schwer zu passierendem Pflaster bereitet sehr vielen Bürgern Probleme“, hieß es in dem Antrag von Ratsherr Stephan Dieckmann.

Der Verwaltungsausschuss soll nun beschließen, ein Konzept zur Gestaltung der „guten Stube“ auf den Weg zu bringen. Das allerdings unter besonderer Berücksichtigung der Denkmalschutzauflagen.

dr

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