Erstes „Repair-Café“ im Jugendzentrum am 10. Februar 

Defekte Kleingeräte gehören nicht sofort in den Müll

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Anna-Lena Sauer, Imke Schmidt und Roni Moklaschi (v.l.) laden zum „Repair-Café“ im Jugendzentrum ein. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. In Wildeshausen eröffnet am Sonnabend, 10. Februar, erstmalig ein „Repair-Café“ im Jugendzentrum an der Wittekindstraße. Es ist das Dritte im Landkreis Oldenburg. Dort können „Profis“ zusammen mit den Besuchern defekte Kleingeräte und Fahrräder reparieren.

„Wir wollen mal schauen, wie das angenommen wird“, sagen Imke Schmidt und Roni Moklaschi vom Jugendzentrum sowie Anna-Lena Sauer, Projektmanagerin für Klimaschutz im Landkreis Oldenburg. In Huntlosen waren vor zwei Monaten 25 Besucher gekommen, fünf „Profis“ halfen beim Reparieren. Zum Infoabend für den Termin in Ganderkesee kamen 31 Interessierte, die ihr Fachwissen zur Verfügung stellen wollten.

In Wildeshausen gibt es am Mittwoch, 17. Januar, ab 18 Uhr einen Infoabend im Jugendzentrum. Dort soll das Konzept vorgestellt werden. „Deshalb wäre es schön, wenn interessierte Profis zu diesem Termin kommen“, sagt Sauer. Sie sucht insbesondere Handwerker und Tüftler, die sich mit der Reparatur von kleinen Gegenständen auskennen. 

„Reparieren statt wegwerfen“

Zu den Aufgaben gehören aller Voraussicht nach Elektroarbeiten, mechanische Reparaturen, Holz- und Klebearbeiten sowie Uhrenreparaturen. Mit am Start sind auf jeden Fall drei Helfer, die schon seit Jahren jeden Dienstag im Jugendzentrum Fahrräder reparieren. Das Motto des Cafés lautet „Reparieren statt wegwerfen“. Unter dieser Devise soll geschaut werden, welche Gegenstände wieder funktionsfähig gemacht werden können.

„Ziel ist es, dass die Profis und die Besucher gemeinsam arbeiten und dabei auch Wissen vermittelt wird“, so Sauer. Es gehe darum. aufzuzeigen, dass die Reparatur von Gegenständen ein Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz sei, da damit Ressourcen geschont werden können. Der Landkreis stellt Ersatzteile zur Verfügung. Wenn Geräte nicht sofort repariert werden können, müssen sie wieder mitgenommen werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt instandzusetzen. Die Ersatzteile werden gegen eine Spende abgegeben.

Hohe Erfolgsquote bei Fahrradreparaturen

„Unsere Jugendlichen interessiert in erster Linie die Reparatur von elektronischen Geräten und Smartphones“, stellt Moklaschi fest. Aber auch Fahrräder seien für die jungen Menschen wichtig.

„Da konnten wir in Huntlosen eine hohe Erfolgsquote erzielen“, bestätigt Sauer. Es seien aber auch Drucker, Schallplattenspieler, Wecker und Kaffeemaschinen gebracht worden.

Das Projekt steht unter dem Motto „Nachbarschaftshilfe“ und soll den heimischen Handwerkern keine Konkurrenz machen. In der Regel geht es darum, Gegenstände kostengünstig zu reparieren, die in einer professionellen Werkstatt wegen der Lohnkosten nicht mehr rentabel instandzusetzen sind.

Kleider- und Büchertauschbörse geplant

Begleitend zum Café ist eine Kleider- und Büchertauschbörse geplant. Es gibt einen Verschenktisch und Kaffee sowie Kuchen. „Wir freuen uns über Spenden“, sagt Schmidt. Es sollte jedoch vorher beim Jugendzentrum unter Tel. 04431/5868 angerufen werden. Dort gibt es auch Informationen zum Reparatur-Café. 

Wenn die Initiative gut anläuft, kann das Treffen einmal vierteljährlich angeboten werden. In Huntlosen lief das Projekt so gut an, dass es am 25. Januar schon zum zweiten Mal im Jugendzentrum stattfindet.

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