Renovierung des Raumes im Rathaus um einige Monate verschoben

„Paare müssen Lust haben, im Trauzimmer Ja zu sagen“

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Das Trauzimmer, wie es sich heute dem Betrachter zeigt. Das Aussehen soll sich drastisch ändern.

Wildeshausen - Wer gehofft hatte, schon bald in einem renovierten und ansprechenden Trauzimmer im historischen Rathaus der Stadt Wildeshausen den Bund fürs Leben schließen zu können, der muss noch weiter warten. Fakt ist nämlich, dass die längst überfällige Renovierung verschoben wurde.

„Wir gehen davon aus, dass die Maßnahme im September oder Oktober über die Bühne geht“, betonte der stellvertretende Pressesprecher der Stadt, Sebastian Pundsack, auf Nachfrage unserer Zeitung. „Grund dafür ist, dass es leider zu einer planerischen Verschiebung gekommen ist, die wir so akzeptieren müssen.“ Stattdessen würden jetzt dafür andere Projekte in Angriff genommen.

Mehrfach war es in der Vergangenheit vorgekommen, dass Paare, die heiraten wollten, das Trauzimmer gemieden haben. Stattdessen sind sie ins Restaurant „Altes Amtshaus“ umgezogen sind, um sich standesamtlich trauen zu lassen. Ihnen war das Zimmer schlichtweg nicht ansprechend genug, eben zu dunkel und zu muffig.

„Das ist uns natürlich bekannt, aus diesem Grund sind ja auch schon einige Entscheidungen gefallen, wie das Zimmer nach der Renovierung aussehen soll. Daran hat sich auch nichts geändert“, betonte Pundsack. Für die Umgestaltung inklusive der Planungskosten hat der Stadtrat im aktuellen Haushalt 75800 Euro veranschlagt.

In die gleiche Kerbe schlug Bürgermeister Jens Kuraschinski: „Die Renovierung des Zimmers ist schon seit Jahren überfällig. Ich bin froh, dass im Haushalt dafür Mittel bereitgestellt wurden, sodass die Sache in Angriff genommen werden kann.“ Es müsse dringend dafür gesorgt werden, dass das Trauzimmer innovativer und attraktiver gestaltet werde: „Die Paare müssen wieder Lust haben, sich darin das Ja-Wort zu geben.“ Dazu gehöre eben auch, dass der Raum heller und wesentlich ansprechender gestaltet wird: „Es muss eine Lösung für die Zukunft sein, mit der dann auch unser altes Rathaus aufgewertet wird.“

Geplant ist unter anderem, die dunkle Holzvertäfelung hell zu streichen und die Vorhänge durch leichte und helle Stoffe in den Stadtfarben zu ersetzen. Für die Brautpaarstühle und Bestuhlung der Trauzeugen sollen Hussen aus dem gleichen Stoff gefertigt werden. Anstelle der dunklen Schiebetüren könnten Falttüren mit Glasfüllungen im Facettenschliff installiert werden.

jd

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