Renovierung dauert sechs Wochen länger als geplant/Start am 9. Januar

Muffiges Trauzimmer ordentlich durchgelüftet

+
Standesbeamter Karl-Heinz Mucker wird die Brautleute in Zukuft vor dem Stadtwappen trauen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Seit mehr als drei Monaten konnten sich heiratswillige Paare nicht das „Ja-Wort“ im Trauzimmer des historischen Rathauses in Wildeshausen geben. Am 9. Januar ist die Renovierungszeit beendet. Die Heiratswilligen erwartet ein ganz neues Ambiente.

Dunkel, schlecht belüftet, altbacken möbliert, verschlissenes Parkett, zu klein – die Liste der Kritikpunkte für den Raum, in dem der Bund für das Leben besiegelt werden soll, war lang, als sich der Verwaltungsausschuss mit den Plänen für eine Modernisierung befasste. Die Lüftungsanlage im historischen Rathaus war in die Jahre gekommen, die Luft wurde auch dadurch kaum besser, dass man die Fenster öffnete. Zudem drang wenig Licht in das Zimmer, weil die Öffnung direkt in eine enge Häusing zeigte. „Die Luft war sehr schnell verbraucht“, schilderte Standesbeamter Karl-Heinz Mucker die Situation, wenn Hochzeitsgesellschaften bei sommerlicher Hitze zusammensaßen. Da kam so manches Brautpaar nicht wegen der Bedeutung der Zeremonie ins Schwitzen, sondern wegen der beengten, dunklen Atmosphäre im Rathaus.

Diese Zeiten sind vorbei, wie sich bei einer Besichtigung des renovierten Trauzimmers mit Bürgermeister Jens Kuraschinski, Gebäudemanager Erol Orhan und Mucker zeigte. Seit Oktober haben die Handwerker nicht nur die alten Vitrinen und die Schiebetüren zwischen dem Trauzimmer und dem Raum der Wachkompanie zur Westerstraße entfernt. Sie brachen die Wand auf und sorgten so dafür, dass beide Räume zusammen nutzbar sind. Die Wände wurden hell gestrichen, auf der Seite zur Westerstraße installierten die Handwerker neue Fenster. „Wir haben zudem die Decke abgehängt und eine neue LED-Technik installiert“, erklärte Orhan. So kann die Beleuchtung nun in den beiden Räumen farblich nach den Wünschen des Brautpaares ausgerichtet werden.

Im Laufe der Arbeiten zeigte sich zudem, dass die Lüftungsanlage dringend erneuert werden musste. Unter anderem deswegen dauerte die Modernisierung des Trauzimmers länger als gedacht. Aber auch für die neue Heizung und die Installation einer Küchenzeile im Wacheraum ging weitere Zeit ins Land.

Unter dem Strich kostet das neue Trauzimmer rund 90000 Euro und ist damit etwas teurer geworden als veranschlagt. Kuraschinski freut sich nun, einen repräsentativen Raum für kleinere Empfänge mit bis zu 40 Personen zu haben. „Das ist richtig schön geworden“, meint er zum frisch geschliffenen und lackierten Parkett.

In Zukunft wird das Brautpaar mit Blick auf das Stadtwappen getraut. Die Sitzordnung ist also genau umgekehrt zur vorherigen Praxis. Erhalten geblieben sind jedoch die Möbel, auf denen der Standesbeamte und die Heiratswilligen Platz nehmen. Vorerst sollen die Gäste auch die alten Stühle benutzen. „Wir wollen aber neues Mobiliar bestellen“, so Orhan. Das geht jedoch nur, wenn die Politik die Mittel dafür freigibt. Der Haushalt ist noch nicht fertig.

Mehr zum Thema:

Niederlande verlieren erneut - Schweden dreht Spiel: 3:2

Niederlande verlieren erneut - Schweden dreht Spiel: 3:2

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Kunstdiebstahl im Bode-Museum: Keine Spur von 100-Kilo-Münze

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Christine Kaufmann (†): Bilder aus ihrem Leben

Küken liefern „PiepSchau“ in der Grundschule Asendorf

Küken liefern „PiepSchau“ in der Grundschule Asendorf

Meistgelesene Artikel

Entenschlachterei am Westring fällt im Ausschuss durch

Entenschlachterei am Westring fällt im Ausschuss durch

Aldi rechnet mit Neubau an der Harpstedter Straße in 2018

Aldi rechnet mit Neubau an der Harpstedter Straße in 2018

Vater wird aus Sorge um kranke Tochter zum Betrüger

Vater wird aus Sorge um kranke Tochter zum Betrüger

Herrlichkeit: Denkmalschutz sorgt für Veränderungssperre

Herrlichkeit: Denkmalschutz sorgt für Veränderungssperre

Kommentare