1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg
  4. Wildeshausen

Rena-Schilling-Stiftung in Wildeshausen startet neue Projekte

Erstellt:

Von: Dierk Rohdenburg

Kommentare

Das Stiftungskuratorium: Michaela und Julia Jackowski, Imke Hillmann und Christina Kern (v.l.).
Das Stiftungskuratorium: Michaela und Julia Jackowski, Imke Hillmann und Christina Kern (v.l.). © Stalf

Die Rena-Schilling-Stiftung in Wildeshausen plant einige neue Projekte. Unter anderem mit der Hauptschule und „Donum Vitae“.

Wildeshausen – Die Rena-Schilling-Stiftung in Wildeshausen ist jung. Seit noch nicht mal einem Jahr unterstützt sie in der Kreisstadt notleidende und bedürftige Kinder sowie deren Mütter. Wilhelm Schilling hatte die Stiftung in Gedenken an seine im Jahr 2018 verstorbene Frau gegründet, und er hatte noch viele Pläne.

Doch der Stifter starb Anfang des Jahres und fiel so ganz plötzlich als Motor für die anvisierten guten Taten aus. Jetzt, wenige Monate später, setzt das Stiftungskuratorium bestehend aus den Gründungsmitgliedern Imke Hillmann und Christina Kern sowie Schillings Tochter Michaela Jackowski und seiner Enkeltochter Julia Jackowski, aber darauf, im Sinne des Verstorbenen weiter Gutes zu tun. „Wir haben den Schock überwunden“, sagt Julia Jackowski. Es gehe nun darum, über den Tod von Wilhelm und Rena Schilling hinaus zu helfen.

Das Startprojekt hatte der Gründer noch in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Landkreises Oldenburg selbst mit angeschoben. Die Initiative „Café Kinderwagen und Bobbycar unterwegs“, für das die Stiftung Geld gab, soll Eltern mit Kindern im Alter von bis zu drei Jahren kontaktieren, die von anderen Gruppenangeboten für Eltern mit kleinen Kindern – oftmals wegen größerer Entfernungen – nicht oder nur schwer erreicht werden.

Zusammenarbeit mit „Donum Vitae“

Auch das zweite Projekt, in Zusammenarbeit mit dem Verein „Donum Vitae“, hat Wilhelm Schilling noch mit angeschoben. Es ermöglicht eine kurzfristige Krisenberatung für alleinerziehende Mütter oder schwangere Frauen in bis zu fünf Sitzungen mit therapeutischer Hilfe. „Durch sehr lange Wartezeiten für psychiatrische oder psychologische Termine besteht oftmals eine große Gefahr, dass Symptome chronisch werden und sich dadurch noch verstärken und eine viel längere Zeit für die Behandlung erforderlich machen“, heißt es von der Stiftung. Das wolle man durch gezielte finanzielle Unterstützung vermeiden helfen.

Das dritte Projekt, das nun in die Umsetzung geht, hatte Wilhelm Schilling mit dem Leiter der Hauptschule Wildeshausen, Andreas Everinghoff, vorgeplant. Es ist derzeit in der Vorbereitung und startet im September. „Alle Schüler des neunten Jahrgangs werden zwei Tage in der katholischen Akademie Stapelfeld intensive Bewerbungstrainings absolvieren“, so Everinghoff. Die Erfahrung habe gezeigt, dass noch immer viele Bewerbungen erfolglos verlaufen, weil es den Schülern am nötigen Wissen mangelt. „Trotz unserer intensiven Bemühungen an der Schule gibt es bei einigen Schülern die Tendenz, den Start in den Beruf zu verschleppen“, hat der Schulleiter festgestellt. „Wir brauchen Experten, die den Schülern helfen.“ Dieses Wissen erhalten die jungen Leute im Herbst im Rahmen des Trainings, das unter anderem von der Stiftung mitfinanziert wird.

Spender und Zustifter gesucht

„Wir suchen weitere Spender sowie Zustifter“, wirbt die Enkelin Julia Jackowski um Unterstützung, damit die Hilfe im Namen ihrer Großeltern eine Fortsetzung findet. Wer dies unterstützen oder sich informieren möchte, sollte die Internetseite www.rena-schilling-stiftung.de besuchen oder eine E-Mail an rena-schilling-stiftung@gmx.de schicken. Telefonisch ist die Stiftung unter 0170/6181633 zu erreichen. Spenden können auf das Konto IBAN DE 95 2806 6214 0041 7289 00 überwiesen werden.

Auch interessant

Kommentare