Illustrierter Gedichtband „Fake Poetry“ vor gestellt

Hans-Werner Aschoff: Reisen auf dem roten Sofa

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Verleger Bernd Oeljeschläger, Hans-Werner Aschoff und Hartmut Berlinicke (von links) stellten am Donnerstagabend in der Galerie Wildeshausen den Gedichtband „Fake Poetry“ vor.

Wildeshausen - Von Phillip Petzold. Das Menschsein als solches, Reisen auf dem roten Sofa sowie Fürze und Spiegeleier gehören zu den Themen, die Hans-Werner Aschoff in beschwingte Gedichte gegossen hat. Zusammen mit Illustrationen des Wildeshauser Künstlers Hartmut Berlinicke sind sie unter dem Titel „Fake Poetry“ als Buch erschienen. Am Donnerstagabend wurde der Band vorgestellt.

Als „einen Zahlenmenschen, der sich sonst an Excelltabellen abarbeitet“, stellte Verleger Bernd Oeljeschläger den Dichter Aschoff in der mit rund 50 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllten Galerie Wildeshausen vor. Als Wirtschaftsförderer beim Landkreis Oldenburg gehört die Lyrik nicht zu Aschoffs Berufsalltag. Privat reimt er jedoch schon seit frühester Jugend. Die Inspiration zu seinen Stücken könne ihn jederzeit ereilen. „In meinen Gedichten geht es meist um Alttagsdinge“, erläuterte er. So zum Beispiel, wenn ihn beim Bad in der Wanne plötzlich die feste Überzeugung ereilt, beim Aussteigen auszurutschen, sich alle Gliedmaßen zu brechen und „im Wasser zu vergammeln“. Von diesem Schicksal noch einmal verschont, schrieb er ein Gedicht darüber.

Der rote Faden der Veranstaltung war Aschoffs rotes Sofa, einer seiner Lieblingsplätze. Von dort aus unternehme er Kopf-Reisen in fremde Länder. „So habe ich fundiertes Wissen“, sagte er schmunzelnd. Was er dabei erlebt, gießt er in Gedichte über Chinesisch am Kuchenbüfett, geplatzte Koffer in Peru und Tränen von Dänen.

„Die besten Einfälle kommen mir nachts im Traum“, so Aschoff. „Vieles vergesse ich dann aber wieder.“ Dass aber genug gute Ideen übrig geblieben sind, ließ sich am Applaus und Gelächter der Gäste erkennen, mit denen jedes vorgetragene Stück quittiert wurde.

„Ich habe auch Philosophisches geschrieben. Das muss man machen, um als intellektuell durchzugehen“, erzählte der dichtende Wirtschaftsförderer. „Später kommt noch ein Gedicht, das ich aber selbst nicht verstehe.“ Verständlich hingegen machte Aschoff seine Lebenshaltung mit dem Gedicht „Zwei Bilder“: „Man sollte alle Menschen mögen.“

Richtige Bilder finden sich in Form von 28 Illustrationen von Berlinicke in dem Gedichtband. Die Zusammenarbeit war dem Künstler zufolge unkompliziert, wenngleich er meint, Aschoff kenne „keine Grenze zwischen Kunst und Kitsch“. Schon von den ersten Entwürfen sei der Hobby-Poet begeistert gewesen. Beide seien spielerisch an das Projekt herangegangen: „Wir haben das aus Spaß und ohne Gewinnabsicht gemacht.“

Zu kaufen gibt es das Buch für 14,99 Euro im örtlichen Buchhandel sowie über die Internetseite des Verlags.

www.culturcon.de

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