Anwohner sehen Kinder auf dem Heimweg in Gefahr

SPD regt weitere Ampel an der Harpstedter Straße an

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Mitglieder der SPD machen sich für eine weitere Fußgängerampel an der Harpstedter Straße in Wildeshausen stark. Bei einem Ortstermin warben Matthias Kluck und Christel Zießler (von links) sowie Ulrich Becker (rechts) dafür. Auch Anwohner Andre Wernke-Schmiesing will eine weitere Ampel

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Keine Frage, es gibt ruhigere Orte in Wildeshausen als die Harpstedter Straße. Bei einem Ortstermin am Mittwochabend mussten die SPD-Mitglieder ihre Stimmen schon heben, um den vorbeirauschenden Verkehr zu übertönen. Die Sozialdemokraten regen an, eine weitere Fußgängerampel an der viel befahrenen Straße zu installieren. Die Anwohner ignorieren derweil bewusst die Straßenverkehrsordnung, damit sie ein sicheres Gefühl haben, wenn ihre Mädchen und Jungen mit dem Rad auf dem Fußweg unterwegs sind.

„Kinder können die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen“, sagt Andre Wernke-Schmiesing, der am Ochsenbergweg wohnt. Deswegen dürfe seine achtjährige Tochter die Straße erst überqueren, wenn kein Fahrzeug in Sicht sei. Darauf kann man an der Harpstedter Straße allerdings zu manchen Zeiten lange warten. Sehr lange.

Deswegen fahren Wernke-Schmiesing und seine Tochter mit ihren Rädern auf dem Fußweg der linken, also der falschen Straßenseite, wenn sie aus der Stadt oder vom Bäcker zurück zum Ochsenbergweg wollen. Die Drittklässlerin besucht die Wallschule und soll irgendwann ohne Erwachsene dorthin sowie wieder zurückkommen. Dafür braucht es nach Wernke-Schmiesings Einschätzung aber eine sichere Stelle, um die Harpstedter Straße zu überqueren. Zwar befindet sich seit vorigem Jahr eine Bedarfsampel gegenüber vom Aldi-Markt, aber die ist ein gutes Stück von den weiter stadtauswärts liegenden Wohngebieten entfernt.

Mit seiner Meinung steht der Anwohner nicht alleine da. Auch Nachbarn sähen das Problem, sagt der 48-Jährige. Und die SPD. Matthias Kluck, Ulrich Becker und Evelyn Goosmann von der Stadtratsfraktion sowie Christel Zießler aus dem Kreistag sprechen sich für eine weitere Ampel aus. Die bei Aldi geht auch auf die Genossen zurück, die 2013 einen Antrag dafür gestellt hatten. Die Kosten dafür hielten sich im Rahmen. Kalkuliert waren 13 000 Euro für die Anschaffung und Installation sowie Ausgaben für Strom und Wartung von 500 Euro pro Jahr. Die Stadt bezahlte die Maßnahmen, obwohl es sich um eine Kreisstraße handelt. Der Kreis hatte keinen Handlungsbedarf gesehen.

Nun will die SPD einen Antrag stellen, wonach die Stadt Gespräche mit dem Kreis suchen und sich um die Finanzierung kümmern soll. Klucks und Beckers persönliche Hoffnung ist es, die Ampel bereits im Haushalt für das kommende Jahr unterzubringen.

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