Nordmann aus Wildeshausen Partner der Brauerei Ols in Oldenburg

Regionales Bier soll alle begeistern

Das neue Logo der Ols-Brauerei.
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Das neue Logo der Ols-Brauerei auf Flaschen und Gläsern.

Oldenburg/Wildeshausen – Ein zehnjähriges Bestehen ist für eine Brauerei eigentlich nichts Besonderes – haben viele Betriebe aus diesem Handwerk doch schon eine jahrhundertealte Tradition. Dennoch ist der runde Geburtstag von Oldenburgs einziger Brauerei Ols etwas Besonderes. Denn trotz der Schwierigkeiten, die viele Bierproduzenten derzeit wegen der Corona-Pandemie haben, kann Braumeister und Gründer Josef Herzog recht entspannt in eine sichere Zukunft schauen – dank der Familie Nordmann aus Wildeshausen.

Im Frühjahr hatte sich Herzog entschieden, seine Brauerei gemeinsam mit einem Partner weiterzuführen und auszubauen. Er fand mit Fritz Kristof Nordmann aus Wildeshausen einen Partner, der über langjährige Erfahrungen im Biergeschäft verfügt. „Ich bin froh, dass ich mit ihm einen Fachmann an der Seite habe, der sich um all das kümmert, was in den vergangenen Jahren deutlich zu kurz gekommen ist: um Marketing, Vertrieb, aber auch um die logistischen Prozesse“, so Herzog. „So kann ich mich endlich wieder auf das konzentrieren, was mir Spaß macht – den Leuten aus der Region tolle Biere zu brauen.“

Der Entschluss, im Herzen von Oldenburg eine neue Brauerei zu betreiben, war mutig, weil das finanzielle Risiko groß ist. Braumeister Herzog ist seitdem immer wieder kreativ und entwickelt Biere, die allesamt eines gemeinsam haben: Sie orientieren sich an dem Motto „Bier braucht Heimat“.

Zum Geburtstag ein herbes Bier gebraut

Zum Geburtstag produzierte der Oldenburger ein besonders herbes Pilsener ganz nach dem Geschmack der norddeutschen Biertrinker. Von ihm gibt es aber auch ein Grünkohlbier, das er saisonbedingt im Winter braut.

In den vergangenen Jahren ist die Ols-Brauerei über die Stadtgrenzen von Oldenburg hinaus bekannt geworden. Es zeigte sich, dass der Platz und die Kapazitäten am Stau in der Huntestadt nicht mehr ausreichen, um genügend Bier für die Bürger aus dem Weser-Ems-Gebiet zu brauen. Und das ein Geschäftspartner her muss.

Braumeister Josef Herzog in seinem Betrieb.

Bau einer größeren Brauerei geplant

Was das bedeutet, konnte der Ols-Trinker in den vergangenen Monaten deutlich erkennen: Die Biere haben sowohl geschmacklich als auch optisch einen Relaunch erlebt, an dem die Familie Nordmann erheblich beteiligt war. „Uns war es wichtig, dass wir dauerhaft eine gleiche Qualität der Biere erhalten können. Das gelingt uns dadurch, dass Josef Herzog alle unsere Biere in Oldenburg entwickelt. Erst, wenn der Geschmack unseren Vorstellungen entspricht, werden die Biere in größeren Mengen gebraut“, erzählt Nordmann. Das funktioniere so, dass Herzog mit den Rezepten in einer Partnerbrauerei in Niedersachsen die Ware braut und in Flaschen oder Fässer abfüllen lässt. Nordmann: „Wir planen zusätzlich gerade den Bau einer größeren Brauerei in Oldenburg. Dann können wir auch alle Biere hier brauen und abfüllen.“

Neues Etikett entworfen

Aber auch der Marktauftritt von Ols hat sich verändert. „Wir wollten damit etwas moderner werden und die jüngeren Bierliebhaber ansprechen. Vor allem aber wollten wir neben unseren Oldenburger Biertrinkern auch die Bürger aus dem gesamten Weser-Ems Gebiet erreichen“, betont Nordmann. Verdeutlicht wird dieses mit dem Etikett, das sich auf den Flaschenbieren der Ols-Brauerei befindet. Man erkennt klar das Gebiet Weser-Ems. „Unser Anspruch ist es, dass die Oldenburger aus Stadt und Land ihr Ols überall dort kaufen können, wo es Bier zu kaufen gibt“, so Nordmann. „Denn wir wollen das Bier der Region sein.“  dr

Fritz Kristof Nordmann, Geschäftsführer von Ols.

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