Kuraschinski wollte Wasser zum Gildefest ausschenken

Regentonne bleibt im Garten des Generals

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Der Hauptmann der Wache, Detlev Hohn, und Schaffer Andreas Müller (v. l.) begutachten die Uniformen der Tamboure.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Mit seinem Vorschlag, Wasser anstatt Braunbier beim Gildefest auszuschenken, konnte sich General Jens Kuraschinski während der Gildeversammlung am Donnerstagnachmittag im Rathaussaal in Wildeshausen nicht durchsetzen. Statt der nicht ganz ernst gemeinten Idee ihres Chefs entschlossen sich die rund 100 Gildebrüder fast einstimmig dafür, wieder „satt Braunbier“ unters Volk zu bringen.

„Wasser hält jung und frisch“, hatte Kuraschinski noch geworben. „Braunbier haben wir die letzten Jahre doch genug ausgeschenkt.“ Doch die Argumente fruchteten nicht so recht. Auch das Angebot, sich selbst um die Bereitstellung des „Gänseweins“ zu kümmern, entfaltete keine Wirkung. „Ich habe noch eine Regentonne zu Hause. Die fasst bestimmt 450 Liter“, so Kuraschinski. Aber die Tonne bleibt im Garten des Generals. So wollte es die Versammlung.

Zuvor hatten sich die Gildebrüder die Berichte der Ausschüsse angehört. Mit Bedauern mussten sie zur Kenntnis nehmen, dass der türkische Schuhputzer dieses Jahr nicht Teil des Handwerkermarkts ist. „Ihm waren die Wildeshauser Schuhe wohl zu dreckig oder zu sauber“, mutmaßte Thomas Finkenzeller, der den Bericht zum Handwerkermarkt vortrug. Aber davon abgesehen handele es sich um „einen Markt der Superlative“. Neu dabei sind eine Töpfergalerie und ein entsprechender Markt. Auch eine historische Druckmaschine soll die Veranstaltung bereichern. „Wir haben wieder mal einen wunderschönen umsatzorientierten Markt zusammengestellt. Mit freundlichen und netten Marktbetreibern, die allesamt nur euer Bestes wollen“, meinte Finkenzeller. Getreu dem Motto: „Go Pingsten mal nach Wilshusen un load en Taler susen.“

Die Eintrittspreise betragen: sechs Euro für Zapfenstreich/Feuerwerk auf der Burgwiese und im Zelt acht Euro am Pfingstsonntag, sieben am -montag und -dienstag sowie am Sonnabend nach Pfingsten. Am Mittwoch wird kein Eintritt verlangt. Damit es nicht zu langen Schlangen kommt, empfahl Rechnungsführer Stefan Mahlstede, dass sich Nichtmitglieder frühzeitig Eintrittsbänder holen. Der Kassencontainer vorm Stadthaus öffnet am Pfingstsonntag um 13 Uhr, am -montag um 18 Uhr, am -dienstag um 19 Uhr und am Sonnabend nach Pfingsten um 18 Uhr.

Andreas Tangemann, Adjutant des Obersts, gab noch die Kompaniequartiere bekannt: Die Königskompanie holt Andreas Tonn in der „Gildestube“ ab, die Ratskompanie holt ihre Fahne an der alten Feuerwache ab, die Kompanie Cornauer Tor hat ihr Quartier bei Landmaschinen Schröder an der Heemstraße, die Kompanie Westertor auf der Burgwiese, die Kompanie Huntetor auf dem Parkplatz der „Gildestube“ und die Wachkompanie im Rathaus.

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