Investor möchte weitere Wohngrundstücke anlegen / Bebauungplanänderung nötig

Rege Nachfrage im Spascher Sand Resort

Das Spascher Sand Resort wirbt um neue Bewohner und möchte Teile des Gebietes neu beplanen. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Von der alten Wittekind-Kaserne ist im Wildeshauser Spascher Sand Resort nicht mehr viel zu sehen. Über die Hälfte der verfügbaren großflächigen Baugrundstücke ist verkauft, fast alle davon sind bereits bebaut. Das ist ein enormer Erfolg nach nicht mal einem Jahrzehnt der Entwicklung und sorgt dafür, dass ursprüngliche Pläne über den Haufen geworfen werden könnten.

Ganz konkret ist es der Bebauungsplan „Stadtfelde“, der die planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung des Resorts sowie die Umnutzung des Kasernengeländes bildet – und der nun weiterentwickelt werden soll. Im Rahmen der Änderung möchte die Resort-Vermarktung im östlichen Bereich die Voraussetzungen für kleinere Grundstücke schaffen. Das erfordert jedoch eine Überarbeitung der verkehrlichen Erschließung mit neuen Straßen und neuen Verkehrsführungen.

Wichtiger ist aber wohl, dass statt großer Mischgebiete nun allgemeine Wohngebiete ausgewiesen werden sollen, um der starken Nachfrage nach finanzierbaren Grundstücken nachzukommen. „Für die in diesem Bereich festgesetzten großflächigen Mischgebiete wird derzeit kein Bedarf mehr gesehen“, heißt es in der Stellungnahme des Planers.

Bislang gibt es mit der Firma Hoffrogge nur einen größeren Gewerbebetrieb am südwestlichen Rand des Gebietes. Die Firma, aktueller Wirtschaftspreisträger der Mittelstandsvereinigung Wildeshausen, möchte sich erweitern sowie Büros und/oder Wohnungen für Mitarbeiter schaffen. Der dafür vorgesehene Bereich wurde jedoch bislang als Sondergebiet „Marktplatz“ sowie „Bildung und Gesundheit“ festgesetzt. Nun sollen er überplant werden und der Unterbringung der Resort-Verwaltung, eines Bäckers sowie nicht störenden Gewerbes dienen.

Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt wird sich am Donnerstag, 7. Juni, mit der Änderung des Bebauungsplanes beschäftigen. Die Festsetzungen waren im Jahr 2009 beschlossen worden.

Bei dem Spascher Sand Resort handelt sich um ein sehr hochwertiges Baugebiet. In der Beschreibung des Planers wird ausgeführt, dass es sich insbesondere an Führungskräfte und Geschäftsführer richtet. Die Grundstücke sind nicht durch Zäune getrennt und liegen preislich –  insbesondere in Nähe der künst lichen Teiche – im Millionen-Euro-Bereich. Das Resort konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich realisiert werden. „Es stellt inszwischen eine Bereicherung für die Stadt Wildeshausen dar“, so die Einschätzung des Planers. - dr

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