Begrenzung auf Vierzügigkeit angestrebt

Realschule vorrangig für Wildeshauser und Dötlinger

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Volles Haus in der Realschule. Nach Möglichkeit sollen dort nur noch Schüler aus Wildeshausen und Dötlingen unterrichtet werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Realschule in Wildeshausen soll ab dem kommenden Schuljahr in jeder Klassenstufe nach Möglichkeit nur vierzügig sein und vorrangig Schüler aus der Stadt Wildeshausen und der Gemeinde Dötlingen aufnehmen.

Das empfahl der Schulausschuss der Stadt am Dienstagabend. Die letzte Entscheidung dazu hat der am 30. November tagende Rat. Da die Entscheidung aber einstimmig fiel, ist mit einer Bestätigung der Empfehlung zu rechnen.

Durch diesen Beschluss könnte die Zahl der Schüler in der einzigen Realschule des Landkreises begrenzt werden. In der Praxis ist es allerdings möglich, dass sich zunächst nicht viel ändert. 

Da die Realschule in Wildeshausen mittlerweile einzigartig ist, weil es im Landkreis sonst nur noch Oberschulen und eine Hauptschule gibt, ist die Einrichtung von allen Schülern im Landkreis anwählbar. Das birgt für den Schulträger, die Stadt Wildeshausen, eine hohe Unbekannte und das Risiko, gegebenenfalls zusätzliche Züge einrichten zu müssen, für die die Raumkapazitäten nicht ausreichen.

Klasse mit Schülern aus anderen Gemeinden auffüllen

Jetzt sollen zunächst nur Schüler aus Wildeshausen und Dötlingen die Realschule anwählen können. Wenn deren Zahl jedoch schon eine Vierzügigkeit überschreitet, muss eine fünfte Klasse eingerichtet werden, die auch mit Schülern aus anderen Gemeinden aufgefüllt werden kann. 

Das Gleiche gilt für höhere Klassenstufen, wenn beispielsweise Schüler aus Wildeshausen und Dötlingen vom Gymnasium zur Realschule zurückkehren wollen. Auch dann könnte die Vierzügigkeit gefährdet werden – und ist ein Auffüllen mit Schülern aus anderen Gemeinden möglich. Für Jugendliche, die bereits die Schule besuchen, gibt es Vertrauensschutz.

Schulleiter: Sechszügigkeit droht

„Die Begrenzung bedeutet nicht, dass wir unser Raumproblem lösen“, betonte Schulleiter Jan Pössel in der Sitzung. „Die Rücklaufquote aus dem Gymnasium ist höher als die Schülerzahl, die wir ans Gymnasium abgeben. Im Extremfall droht also nicht nur die Fünfzügigkeit, sondern sogar eine Sechszügigkeit.“ Dennoch sei die Beschlussempfehlung derzeit „der beste Weg, damit umzugehen“.

Das sah auch der Dezernent der Landesschulbehörde, Karl-Heinz Book, so. „Die Entscheidung ist wichtig, weil die Realschule sehr attraktiv ist.“ Bei einer Rückstufung von Schülern sei zudem immer der Einzelfall zu prüfen. „Das ist kein Automatismus. Es geht hier nicht um ein ,Wünsch Dir was’“, erklärte er. 

Zudem müsse bei einer Rückstufung die Klassenkonferenz entscheiden, ob ein Schüler in die Realschule komme. Grundsätzlich sei aber der Weg für Wildeshauser und Dötlinger offen und im Extremfall auch für Schüler aus anderen Gemeinden. Einen „Puffer“ zu lassen, indem nicht alle Plätze in den Klassen besetzt werden, wie es Woldemar Schilberg (SPD) anregte, ist laut Book nicht statthaft. Die Klassen müssten in jedem Fall aufgefüllt werden, so seine Auskunft.

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