Realschule öffnet Türen für zukünftige Schüler und Eltern

Rotkohlsaft als Indikator

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Im Werkraum drehte sich alles um Solarstrom, mit dem kleine Autos angetrieben wurden.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Rotkohlsaft als Indikator, heiße Würstchen dank Sonnenstrahlen, Handy-ladung mit Solarstrom und, und, und... In der Wildeshauser Realschule waren gestern fragen, anfassen und mitmachen angesagt. Zu einem Tag der offenen Tür hatte die Schulleitung alle Kinder, die im Herbst die Schule besuchen werden, eingeladen.

„Ein solcher Tag ist überaus wichtig für die erste Kontaktaufnahme mit den Familien“, betonte Schulleiter Jan Pössel. Dieser Tag werde daher stets gut angenommen: „Wir haben inzwischen auch einige Interessierte aus den Gemeinden Harpstedt und Großenkneten, die zu uns kommen möchten.“ Ein Tag der offenen Tür bringe weitaus mehr als trockene Ansprachen oder Informationen: „So können die Kinder schon sehen, mit was sie es bei uns zu tun bekommen. Immerhin gibt es in den Grundschulen die Fächer Physik, Chemie oder Biologie noch nicht.“

In der Tat waren dann gerade diese Räume heiß begehrt. Denn immerhin durften auch schon mal ein paar kleine Versuche gemacht werden. Im Chemieraum war es Sebastian Henke aus der Klasse 8b, der unter Beweis stellte, dass normaler Rotkohlsaft sehr gut als Indikator für Laugen und Säuren genutzt werden kann: „Verfärbt sich die Flüssigkeit rot, haben wir eine Säure, wird sie grün, handelt es sich um Lauge.“ Gerne waren die Viertklässler bereit, gerade das selbst auszuprobieren. „Das Interesse der Besucher ist groß. Daher legen wir auch Wert auf einige Experimente. Es ist ohnehin wichtig, Unterricht interessant und ansprechend zu gestalten“, waren sich die Lehrkräfte Petra Kaske-Jackstädt und Dr. Torsten Braams einig.

Und so ließen sich die Gäste von den Zehntklässlern von Raum zu Raum führen, um in alles einen Einblick zu bekommen. Im Werkraum staunten die Kinder darüber, was mit kleinen Solarstrommodulen alles betrieben werden und dass sogar ein Handy aufgeladen werden kann.

„Ich finde einen solchen Tag gut. So bekommen die Schüler einen sehr guten Einblick in das, was die Schule alles bietet“, betonte Kevin Krey, der mit seinem Sohn Jeremy zu Gast war. „Jeremy ist ohnehin gerade an Technik stark interessiert.“ Genau das bestätigte auch der Sohnemann, der sich intensiv mit den kleinen Solar-Fahrzeugen beschäftigte, ehe es in den nächsten Raum ging.

Wer mochte, konnte sich selbst gebackenen Kuchen oder auf dem Schulhof heiße Würstchen schmecken lassen. Diese wurde mit Sonnenstrahlen über einem Parabolspiegel erhitzt.

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