Reaktion auf Gymnasiums-Kollegium

SER-Vorstand enttäuscht von den Lehrern

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Der Klassenfahrtenboykott ist sehr wohl ein Thema, meint der Schulelternrat.

Wildeshausen - Der Vorstand des Schulelternrates (SER) des Gymnasiums Wildeshausen hat „irritiert, erschrocken und enttäuscht“ auf die Stellungnahme des Lehrerkollegiums reagiert, die an alle Eltern gesendet wurde und zum Inhalt hat, dass das Kollegium eine intensive Zusammenarbeit mit dem SER-Vorstand aufkündigt (wir berichteten).

Nun möchte der fünfköpfige Vorstand einen Mediator vorschlagen und eine Konfliktlösung im Rahmen eines „Runden Tisches“ anstreben, da die derzeitige Situation auf Dauer nicht hinnehmbar sei.

Unabhängig davon beschreibt der SER-Vorstand in einem jetzt verschickten Brief an die Elternvertreter, dass große Teile des Schulelternrates signalisiert hätten, hinter dem Vorstand zu stehen, zumal dieser sich an die Vorgaben der Elternschaft gehalten habe.

Ein Auslöser für den Brief des Kollegiums war ein Zeitungsinterview mit Personalrat Axel Meentzen gewesen, in dem dieser zum Klassenfahrten-Boykott durch die Lehrer gesagt hatte: „Bei uns an der Schule sind Klassenfahrten derzeit kein Thema.“

Darauf hatte der Vorstand des SER geantwortet, dass das so nicht stimme. „Es gibt einen Beschluss des Schulelternrates aus dem Frühjahr 2014, dass wir weiterhin die Durchführung von Klassenfahrten an unserem Gymnasium wünschen. Der Vorstand hat die Aufgabe, die Beschlüsse umzusetzen und nach außen zu vertreten“, heißt es in dem Brief. „Daher war es unsere Pflicht, den Aussagen von Herrn Meentzen zu widersprechen.“ Das, so der SER-Vorstand, seien weder Halbwahrheiten, noch gefährde man damit den Schulfrieden. „Dieser Vorwurf trifft uns persönlich und diskreditiert uns in unserem ehrenamtlichen Engagement“, wird weiter ausgeführt. „Wir machen uns Sorgen, wie sich solche Botschaften auf unsere Kinder auswirken und welche Konsequenzen dies auf die zukünftige Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitwirkung an der Schule hat.“

Enttäuscht ist der SER-Vorstand erst recht vom Vorwurf der „systematischen Behinderung des Informationsflusses zwischen Eltern und Kollegium“ was die anstehende Schulgesetznovelle betrifft. Das sei kaum nachvollziehbar, denn der komplette Schulelternrat – und nicht der Vorstand – habe nach umfänglicher Information über die Novelle durch seinen Vorstand beschlossen, auf Kritische Nachfragen zu hohen Durchfallquoten

eine außerordentliche Sitzung zu verzichten. „In diesem Zusammenhang hat der SER-Vorstand dann der Schulleitung angeboten, eine Sitzung „auf Antrag der Schulleitung“ einzuberufen oder auf Einladung der Schulleitung einen Elternabend durchzuführen. „Beide Vorschläge wurden jedoch abgelehnt“, so der SER-Vorstand.

Zur Arbeit des Schulelternrates gehörten nunmal auch kritische Nachfragen, wird in dem aktuellen Brief weiter formuliert. „Wir nehmen wahr, dass unsere Fragen zu einigen Themen (...), wie beispielsweise die vielen Abgänge von Schülern und die hohen Abiturdurchfallquoten der vergangenen Jahre als nicht immer angenehm empfunden werden“, so der SER-Vorstand. „Wir sehen es jedoch als unseren Auftrag an, Sorgen und Bedenken, die seitens der Eltern an uns herangetragen werden, zu kommunizieren und möglichst Klärungen herbeizuführen.“

dr

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