Insbesondere bei Jugendlichen ist Tabak nicht angesagt

„Rauchen ist nicht mehr cool“

Ein Mann raucht eine Zigarette.
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Rauchen erhöht die COPD-Gefahr: Die Zahl der Erkrankten ist im Landkreis Oldenburg relativ niedrig.

Wildeshausen – Anlässlich des Weltnichtrauchertages am Montag hat das Wissenschaftliche Institut der AOK einen Gesundheitsatlas zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) veröffentlicht. Umgangssprachlich wird diese auch als Raucherhusten bezeichnet. Für den Landkreis Oldenburg gibt es bei der Untersuchung ein gutes Ergebnis. So liegt der Anteil der an einer COPD Erkrankten mit 5,89 Prozent deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 7,3 Prozent.

Laut der nun vorgestellten Untersuchung sind in Regionen mit einem hohen Anteil von Rauchenden mehr Menschen betroffen als in Regionen mit weniger Rauchenden. Doch auch andere Faktoren wie die Feinstaubbelastung oder die Sozialstruktur spielen eine Rolle für die Häufigkeit von COPD. Laut Dr. Leonhard Hamschmidt, ärztlicher Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen, zeigen sich charakteristische Unterschiede nach Alter und Geschlecht. Männer seien insbesondere in den höheren Altersgruppen anteilig häufiger von COPD betroffen als Frauen.

Als Ursache für den Unterschied zwischen den Geschlechtern kommt insbesondere das Rauchverhalten infrage: Männer rauchen häufiger als Frauen. Hamschmidt verweist darauf, dass laut aktuellen Untersuchungen 27 Prozent der Männer Tabakprodukte inhalieren, während es nur 20,8 Prozent der Frauen tun. Er freut sich besonders darüber, dass es bei Jugendlichen einen deutlichen Rückgang gibt. „Rauchen ist nicht mehr cool“, stellt Hamschmidt fest. Der Anteil der Raucher sei bundesweit bei den 12- bis 17-Jährigen von 27,5 Prozent im Jahr 2001 auf 6,6 Prozent gesunken. Das, so seine Hoffnung, dürfte auch dafür sorgen, dass die Zahl der an COPD Erkrankten in den kommenden Jahrzehnten sinken wird.

Bislang: deutlicher Anstieg an COPD-Fällen

Ob dieser Trend tatsächlich eintritt, ist unsicher. „In den vergangenen Jahren ist ein deutlicher Anstieg der COPD-Diagnosen in Niedersachsen zu verzeichnen“, berichtet Martina Renner, Sprecherin der AOK in Oldenburg. Ein Grund hierfür könne die zunehmende Aufmerksamkeit für die Erkrankung sein, beispielsweise durch gezielte „Disease-Management“-Programme für COPD-Patienten. Auch aufgrund demografischer Veränderungen prognostizieren die Experten laut AOK weiter steigende COPD-Fallzahlen bis zum Jahr 2050. Die Auswirkungen durch das Rauchen treten in der Regel erst nach jahrzehntelangem Konsum bei älteren Menschen auf.

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