Konkrete Zahlen gibt es am Sonnabend

Ratsmitglieder werden über Schulbaukosten informiert

+
Eltern und Schüler der Hunteschule überreichten Landrat Carsten Harings 2 018 Unterschriften auf CD.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wie entwickelt sich die Grundschullandschaft in Wildeshausen? Mit einer wichtigen Weichenstellung ist im Rahmen der Ratssitzung am Montag, 5. Februar, zu rechnen, wenn darüber beraten wird, ob die Stadt den Landkreis bittet, die Liegenschaften Hunteschule (Förderschule Lernen) und St.-Peter-Schule zu tauschen, beziehungsweise die Hunteschule an die Stadt zurück zu übertragen.

Für die Wildeshauser Politiker steht die Frage im Raum, ob vielleicht auch der Neubau einer Grundschule mit Sporthalle infrage kommt. Es geht grundsätzlich darum, was ein Neubau kostet und wie viel Geld die Stadt investieren müsste, um die Hunteschule baulich so zu verändern, dass sie als zweizügiger Grundschulstandort geeignet ist.

Zur Vorbereitung auf die Sondersitzung plant die Stadtverwaltung nun gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro, am Sonnabendvormittag in einer nicht öffentlichen Sitzung alle Ratsmitglieder zu informieren, welche Kosten die verschiedenen Projekt verursachen dürften.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Antwort der Landesschulbehörde zu Fragen des Stadtelternrates in Wildeshausen. Daraus geht hervor, dass Kinder, die bereits in der St.-Peter-Schule (mit katholischem Bekenntnis) unterrichtet werden, die Möglichkeit haben, sich bei einer der beiden konfessionslosen Schulen im Stadtgebiet, Wall- und Holbeinschule, anzumelden. Die Schüler würden dann entsprechend der Einzugsgrenzen in den neuen Schulen unterrichtet.

„Zwangsumzug“ sei zulässig

Ein „Zwangsumzug“ der St.-Peter-Schule ist nach Auskunft der Landesschulbehörde zulässig. „Die Stadt kann als zuständiger Träger im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung Standortentscheidungen treffen und die jeweilige Unterbringung regeln“, heißt es in dem Brief. „Sofern die Schüler die für sie zuständige oder die von ihnen angewählte Schule unter zumutbaren Bedingungen erreichen können und die Anlagen schulformspezifisch errichtet und ausgestattet sind, wird man eine Umzugsmaßnahme des Schulträgers hinnehmen müssen.“

Unterdessen ist die Online-Petitionsfrist der Eltern abgelaufen, die sich für einen Erhalt der Hunteschule in Wildeshausen eingesetzt haben. Am Donnerstag übergaben die Eltern und Schüler eine CD mit 2 018 Unterschriften, von denen 1 647 aus dem Landkreis Oldenburg kommen, an Landrat Carsten Harings.

Auf große Zustimmung gestoßen

Seit dem 21. Dezember hatten die Eltern um Claudia Osenberg Unterstützer gesucht und waren auf große Zustimmung gestoßen. „Open Petition“ wird wegen des großen Erfolges eine Anfrage an alle Kreistagsabgeordneten stellen, um deren Meinung zu erfragen. Die Einschätzung von Harings hörten die Schüler bereits bei der Übergabe. Er betonte erneut seine Wertschätzung für die Förderschulen Lernen und setzte sich für ein fortdauerndes Wahlrecht der Eltern ein, die entscheiden sollen, wo ihre Kinder besser unterrichtet werden können.

„Ich freue mich über die Möglichkeit, die drei Förderschulstandorte im Landkreis Oldenburg verlängern zu dürfen“, so Harings. Er gehe davon aus, dass im Sommer an allen drei Standorten wieder Fünftklässler eingeschult werden können. Diese Aussage gilt ausdrücklich auch für die Hunteschule in Wildeshausen, da niemand damit rechnet, dass eine eventuelle Rückübertragung schon jetzt erfolgen kann. 

Während Harings allen bisherigen Schülern der Hunteschule zusichern möchte, dass sie auch in Wildeshausen ausgeschult werden, kann diese Zusicherung nicht für die neuen Fünftklässler gelten, da es für die Fortführung der Förderschulen Lernen noch keine gesetzlichen Regelungen gibt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

„Griff ins Klo, Blamage“: Presse vernichtet DFB-Team

„Griff ins Klo, Blamage“: Presse vernichtet DFB-Team

Deutsche Polomeisterschaft in Hagen-Grinden

Deutsche Polomeisterschaft in Hagen-Grinden

Public Viewing im Allerpark in Verden

Public Viewing im Allerpark in Verden

Sommerfest in der Senioren- und Pflegepension A&A

Sommerfest in der Senioren- und Pflegepension A&A

Meistgelesene Artikel

Totalschaden: Auto brennt auf der A1

Totalschaden: Auto brennt auf der A1

Public Viewing in der Region: Wo bitte geht‘s hier zur WM?

Public Viewing in der Region: Wo bitte geht‘s hier zur WM?

Brief zu Ausbau der A1 soll zum Minister

Brief zu Ausbau der A1 soll zum Minister

Aus Groß Köhren zum NDR: Vor laufender Kamera steht sie am Herd

Aus Groß Köhren zum NDR: Vor laufender Kamera steht sie am Herd

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.