Eine unendliche Geschichte

Tamming-Hanhoff kämpft weiter um Trampelpfad an der Abbruchkante

Karl Schulze-Temming Hanhoff möchte den Pfad erhalten wissen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Schabböge in der Kreisstadt entwickelt sich immer mehr zu einer unendlichen Geschichte: Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff gibt nicht auf, für den derzeitigen Bestand der Abbruchkante zur Hunte zu kämpfen. Speziell dreht sich das Thema um den dort bestehenden Trampelpfad, der nach der jüngsten Entscheidung des Verwaltungsausschusses bepflanzt werden soll (wir berichteten).

Am Mittwoch hat der Ratsherr einen Sachantrag bei Bürgermeister Jens Kuraschinski eingereicht, da er sich mit der angestrebten Entwicklung absolut nicht einverstanden erklären will. „Das Bundesverwaltungsgericht hat in seiner Entscheidung vom 13. September dieses Jahres festgestellt, dass das Absperren öffentlicher Räume ohne wirksame Widmung Artikel 2 des Grundgesetzes verletzt und zudem dem Bundesnaturschutzgesetz widerspricht“, so Temming-Hanhoff in seinem Schreiben. 

So vertritt er ganz klar die Meinung, dass der Verwaltungsausschuss hinter verschlossenen Türen nicht einfach den Ratsbeschluss aus dem Jahr 2006 aufheben könne: „Denn dieser Beschluss sieht die wirksame Widmung für diesen Bereich vor. Darin steht eindeutig geschrieben, dass für den Grünbereich an der Hunte-Abbruchkante keine Sperrung, sondern ausdrücklich das Offenhalten für einen Fußweg vorgesehen ist.“ Wörtlich steht dort: „Ein Teil der vorhandenen Grünfläche in einer Breite von mindestens fünf Metern bleibt erhalten. Für die öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Parkanlage wird festgesetzt, dass die Anlage von Wegen zulässig ist.“

Neue Qualität der Naherholung möglich

Daher sei eine weitere Wegeverbindung parallel zur Hunte, jedoch oberhalb der Abbruchkante, möglich, heißt es weiter: „Dadurch kann eine weitere Qualität der Naherholung im direkten Umfeld der Angrenzendenneubaugebiete geschaffen werden.“ Zudem werde in der Widmung darauf hingewiesen, dass die Stadt durch die Planung die Belange der Erholung sowie des Landschaftsschutzes als ausreichend berücksichtigt sieht.

Aus diesen Gründen beantragt Temming-Hanhoff einen Sachstandsbericht zum weiteren Vorgehen. Darin soll unter anderem auch auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes eingegangen werden. Zudem stellt er die Frage, ob die Umsetzung des VA-Beschlusses ein vorsätzlicher Rechtsbruch ist. „Und wie stellt sich die Verwaltung die Umsetzung der Stadtkonferenz-Empfehlung vor, Freizeit und Erholung entlang der Hunte durch die grüne Verbindung bis zum Pestruper Gräberfeld zu fördern, wenn der Grünstreifen bepflanzt wird?“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Citroën C3 Aircross im Test: Aufbruch ins Abenteuerland

Citroën C3 Aircross im Test: Aufbruch ins Abenteuerland

Von Braeburn bis Boskoop: Kochen und Backen mit Äpfeln

Von Braeburn bis Boskoop: Kochen und Backen mit Äpfeln

Reis ist eine Delikatesse für sich

Reis ist eine Delikatesse für sich

Sieg auf Zypern verpasst - BVB droht Aus in der Königsklasse

Sieg auf Zypern verpasst - BVB droht Aus in der Königsklasse

Meistgelesene Artikel

Marko Bahr: „Die Freiheit verteidigen“

Marko Bahr: „Die Freiheit verteidigen“

Schwerer Unfall in Wardenburg: Motorradfahrer kollidiert mit Auto

Schwerer Unfall in Wardenburg: Motorradfahrer kollidiert mit Auto

Barbara Otte-Kinast: „Niedersachsen ist kein Streichelzoo“

Barbara Otte-Kinast: „Niedersachsen ist kein Streichelzoo“

Landtagswahl: Acht Fragen an Niels-Christian Heins

Landtagswahl: Acht Fragen an Niels-Christian Heins

Kommentare