87 Teilnehmer beim Wildeshauser Pubquiz / Bereicherung des Nachtlebens

Raten mit den „Roten Socken“

Gute Laune: Die Organisatoren des Pubquiz Malte Campsheide, Sven Bischoff und Morten Wiesner (von links) sowie das Team „Die roten Socken“ aus Matthias Kluck, Holger Rinne, Kimberly Knaupe, Daniel Helms (hinten, von rechts) und Dennis Niemann (vorne, links). Wirt Holger Munke freute sich über viele Gäste. Foto: hri

Wildeshausen - Von Holger Rinne. Mit großem Erfolg ist am Freitagabend das erste Wildeshauser Pubquiz in der „Gildestube“ über die Bühne gegangen. Die Veranstaltung lockte 87 Teilnehmer an. Sven Bischoff, Malte Campsheide und Morten Wiesner hatten die Organisation übernommen und moderierten den Abend.

Für mich Reporter war schon vor dem Beginn guter Rat teuer. Ich wollte aus der Sicht eines Teilnehmenden über den Abend berichten. Die Jusos waren bereit, mich in ihr Rateteam aufzunehmen. Kimberly Knaupe, Matthias Kluck, Dennis Niemann und Daniel Helms ließen keinen Zweifel aufkommen, dass ich dazu gehöre, auch wenn ich allein aufgrund meines Alters kein Jungsozialist mehr sein kann. Wir nannten uns „Die roten Socken“ und traten gegen 13 andere Mannschaften an, darunter Namen wie „Agatha Quiztie“, „Weiß ich nicht“ oder „Besserwisser“.

Wiesner verteilte die ersten von insgesamt sechs Fragebögen, auf denen jeweils zehn Antworten zu notieren waren. Bischoff verlas die erste Frage: „Wo fand 1816 die erste Sitzung des ersten Deutschen Bundestages statt?“ „Frankfurt, Paulskirche“, kam es wie aus der Pistole geschossen von Dennis – im Rateteam duzte man sich selbstverständlich. Ich wandte ein, dass das erste deutsche Parlament doch Nationalversammlung hieß. Vielleicht war etwas ganz anderes gemeint? Doch Dennis konnte sich durchsetzen. Zum Glück. Seine Antwort war richtig. So zog es sich über die anderen Fragen der Kategorie „Allgemeinwissen“ bis zur Pause durch. Aber es lief noch nicht ganz rund. Wir ließen Punkte liegen, weil wir nicht auf Daniel hörten, der Hefe als Zutat im Bier nach dem Deutschen Reinheitsgebot wusste. Sein Beitrag fehlte dummerweise in unserer Antwort, die sich auf Hopfen, Wasser und Malz beschränkte.

Nach zwei Kategorien gab Campsheide den Zwischenstand bekannt. Es führten punktgleich die beiden Teams „Spam“ und „Blindfische“. Mit elf Punkten hatten wir schon zwei Zähler Rückstand auf die Spitze und vier Teams vor uns. Dann die dritte Kategorie „Gilde und Wildeshausen“. „Die gehört uns“, dachten wir zumindest. Aber wer kennt denn schon die siebte Zeile der fünften Strophe des Wildeshauser Lieds? Auch hier ließen wir also wieder Punkte liegen. Matthias wusste zwar, dass schwarze Socken zur Anzugsordnung der Wildeshauser Schützengilde beim Ausmarsch gehören, aber auch das nahmen wir nach einer Diskussion nicht in unsere Antwort auf. Doch immerhin: Nach dem zweiten Drittel mit 20 Fragen hatten wir mit „Familie Myers“ und dem Team „Nordwest-Zockers“ nur noch zwei Teams vor uns.

Spannung machte sich breit. Welche beiden Abschlusskategorien sollten uns erwarten? Wiesner verriet es. Die erste lautete Musikquiz, Thema „Schlager“. Er spielte jeweils ein paar Takte eines Liedes ein. Ich war bei dem Thema draußen. Aber Kimberly, Daniel und vor allem Matthias sowie Dennis hauten eine richtige Antwort nach der anderen raus. Dann: „Historische Bilder aus Wildeshausen“, die letzte Kategorie. Das kannte ich vom Wildeshauser Teil unserer Zeitung. Die alte Huntebrücke, das Johanneum in den 1960er-Jahren und andere Schwarzweiß-Fotos. Aus den beiden letzten Kategorien holten wir 25 Punkte. Mehr als alle anderen Teams. Doch sollte es für den Sieg reichen?

Wiesner, Campsheide und Bischoff machten es spannend. Sie lasen die Ergebnisse von hinten bis zum fünften Platz vor. Dann präsentierte Bischoff die punktgleichen Teams auf Platz zwei, „Familie Myers“ und „Nordwest-Zocker“. Nun fehlten noch der erste und der vierte Rang. „Gewonnen haben ,Die roten Socken‘“, verkündete Wiesner. Die „Klugscheißer“ landeten auf dem vierten Platz.

Auch wenn es umgekehrt ausgegangen wäre, hätten wir nicht weniger Spaß gehabt. Die Veranstaltung war gut organisiert. Von allen Teilnehmern war nur Lob zu hören. Das Pubquiz ist eine echte Bereicherung für das Wildeshauser Nachtleben. Der nächste Quiztermin steht mit dem 27. Dezember auch schon fest. Nach dem Andrang vom Freitagabend erscheint eine rechtzeitige Anmeldung ratsam.

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