Verkehrsaktionstag an der Holbeinschule

Rasante Runden im Rollerparcours

Rasant startete Florian in den Rollerparcours.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (cs) · Mit viel Schwung startet Florian in den Parcours. Geschickt manövriert der Drittklässler den Roller durch einen Slalom, um einen Kreis, unter einer Brücke hindurch, trägt das Fahrzeug über ein Hindernis, fährt gerade durch eine Spur, über Teppichfliesen hinweg und bremst scharf am Ziel. Erleichtert lächelt er. „Ich glaube, ich habe alles richtig gemacht.“

Aktiv wie Florian waren gestern alle Kinder an der Holbeinschule – denn beim Verkehrsaktionstag stellten die Schüler an verschiedenen Stationen unter Beweis, wie sicher sie sich mit Fahrzeugen bewegen können.

Seit 18 Jahren gibt es den Aktionstag bereits. „Wir werden immer professioneller“, freut sich Rektorin Heike Röhl. Der Einsatz der Eltern sei ein festes Element geworden – „ohne die würde es nicht gehen“, betont sie. Jede Station muss betreut werden – und Verkehrsobfrau Angelika Wildbredt hatte wieder einiges auf die Beine gestellt. Ein Bewegungs- und Rollerparcours in der Turnhalle forderte die Geschicklichkeit der Erst- und Zweitklässler. Beim Fahrradparcours auf dem Schulhof zeigten die Drittklässler, was sie im Fach „Mobilität“ gelernt hatten. Und die Viertklässler waren in der Stadt unterwegs, sie legten ihre Fahrradprüfung ab. Dafür hatten sie sogar eigene „Trikots“ gestaltet. „Achtung, Holbeinschule!“ stand auf den weißen T-Shirts

Zur Verkehrssicherheit gehört aber nicht nur der sichere Umgang mit Fahrzeugen. Deshalb waren auch in diesem Jahr wieder Jutta und Carolin Riedel vom gleichnamigen Wildeshauser Hörstudio beim Aktionstag dabei. „Lese mal bitte die Buchstaben vor, die du jetzt siehst“, fordert Jutta Riedel den Drittklässler Marlon auf. Wie aus der Pistole geschossen rattert der Schüler hinunter, was er sieht. „Super“, lautet der Kommentar. „In der Regel haben die Schüler gute Augen, aber es sind immer welche dabei, die eine Empfehlung für den Augenarzt brauchen“, bilanziert Carolin Riedel.

Einen Einblick in die Erste Hilfe bekamen die Schüler außerdem bei den Maltesern. „Da haben wir auch ein Buch mit Pflastern bekommen“, ist Mandy begeistert. Die brauchte die Neunjährige gestern aber glücklicherweise nicht – den Parcours auf dem Schulhof überstand sie ohne einen Sturz. Trotzdem – die Runde sei nur „geht so“ gewesen. „Am Ende der ‚Acht‘ habe ich ziemlich viele Holzklötze umgefahren – das war doof“, gibt sich die Drittklässlerin selbstkritisch. Dabei gehört das Fahrradfahren zu ihren liebsten Beschäftigungen. „Zu Hause in unserer Garage übe ich auch immer mit Klötzchen“, erzählt sie.

An diesen Beispielen zeigt sich die Begeisterung für Bewegung, die die Holbeinschüler haben. „Wir sind eine sportfreundliche Schule – das spürt man bei solchen Aktionen“, so Röhl. In den vergangenen Jahren hätten die motorischen Fähigkeiten der Schüler nicht abgenommen. „Sie machen Sport, bewegen sich viel“, weiß die Rektorin. Wichtig sei aber, dass das Elternhaus die Kinder auch unterstütze. „Die Bereitschaft der Kinder, mit verkehrssicherem Fahrrad und Helm zur Schule zu kommen, ist groß.“

Florian hat seinen Roller nach dem erfolgreichen Parcours an Noorman übergeben. Auch die Neunjährige ist geschickt – wenn auch nicht so rasant wie ihr Vorgänger – unterwegs. Konzentriert nimmt sie jede Kurve, lenkt den Roller über die Teppichfliesen und bremst am Ziel ab. Mit dem Handgelenk streicht sie eine Strähne aus der Stirn. „Das hat Spaß gemacht“, sagt die Zweitklässlerin mit einem stolzen Lächeln.

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