Dr. Rainer Woltmann und Angelika Preiss nehmen Abschied/Nachfolger bereit

„Der Geist unserer Praxis lebt auch in Zukunft weiter“

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Immer gut drauf: Nicole Nordbruch, Elke Vorberger, Tanja Kläner und Ulrike Kröger müssen sich jetzt bald von Angelika Preiss und Dr. Rainer Woltmann (von links) verabschieden. Zum Team gehört außerdem noch Birgit Willoughby.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Ihr Wohnmobil „scharre schon mit den Hufen“, scherzen die Wildeshauser Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie, Dr. Rainer Woltmann und seine Ehefrau Angelika Preiss, die nach jahrzehntelanger Arbeit nun ihren „Kittel“ an den sprichwörtlichen Nagel hängen und in den Ruhestand gehen: „Natürlich werden wir dann sehr viel auf Reisen sein.“

Zunächst aber sind sie noch in ihrer Praxis im Praxiszentrum am Krankenhaus Johanneum anzutreffen, denn nun gilt es, die Nachfolger, Dr. Reinhard Peichert und Ulf Semsroth, einzuarbeiten. „Wir haben uns vier Wochen gegeben, damit die Kollegen einen guten Teil der Patienten sowie die Heime und Abläufe kennenlernen können“, erzählt Woltmann. Es gebe viele Patienten, die aufgrund des Wechsels etwas verunsichert seien: „Das ist aber unbegründet, der Geist unserer Praxis lebt weiter, denn wir haben wirklich gute Nachfolger gefunden, und das Team bleibt ja erhalten.“

Die Eheleute machen jedoch keinen Hehl daraus, dass der Abschied vom Team schon etwas weh tut: „Immerhin war das eine bis zu 30-jährige Zusammenarbeit. Aber die Vorfreude auf einen neuen Lebensabschnitt überwiegt dann doch.“

Warum aber entscheidet sich ein Arzt für Neurologie und Psychiatrie, zwei Felder, die doch überaus umfangreich sind? „Ich habe zuerst Psychologie und dann Medizin studiert. Eigentlich wollte ich Chirurg oder Orthopäde werden“, erzählt Woltmann. Nach dem Studium durchlaufe der angehende Arzt bekanntlich verschiedene Fachrichtungen: „Und dabei ist mein Interesse an diesem Feld gewachsen.“

Während Woltmann von 1979 bis 1982 Assistenzarzt bei Dr. Wullstein in Wildeshausen war, übernahm er dann bis 1992 die ärztliche Leitung der Diakonie Himmelsthür in der Kreisstadt. „1992 habe ich mit einer eigenen Praxis an der Bahnhofstraße begonnen, und zwei Jahre später ist meine Frau dazugekommen.“ Im Jahr 2007 zog das Ehepaar mit seiner Praxis ins Zentrum an der Feldstraße.

Ist die eigene Belastung gerade in der Psychiatrie nicht recht hoch? „Das ist schon richtig“, sagt Woltmann, „man muss emphatisch sein, darf sich aber dennoch nicht damit identifizieren. Das lernt der angehende Arzt aber während seiner Ausbildung.“ Der Erfolg, zu sehen, wie es den Menschen besser gehe, wiege den gesamten Einsatz wieder auf: „Immerhin hatten wir rund 2000 Patienten pro Quartal in unserer Praxis.“

Semsroth und Peichert sehen in der Übernahme der Praxis eine echte Herausforderung und wollen sie im Sinne ihrer Vorgänger fortführen. Während Peichert bis zuletzt Chefarzt einer Reha-Fachklinik war, so ist sein Kollege als Gutachter für den medizinischen Dienst der Krankenversicherung tätig gewesen.

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