Politik mahnt deutliche Verbesserungen in Wildeshausen an

Radinfrastruktur: Prüfung mit ADFC

Radfahren in Wildeshausen: Die Einschätzung über die Qualität der Verbindungen ist sehr unterschiedlich.
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Radfahren in Wildeshausen: Die Einschätzung über die Qualität der Verbindungen ist sehr unterschiedlich.

Wildeshausen – Wie gut sind die Fahrradwege in Wildeshausen? Darüber lässt sich trefflich streiten. Während Bürgermeister Jens Kuraschinski im Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie fand, dass Wildeshausen gar nicht so schlecht aufgestellt sei, aber noch besser werden könnte („Schulnote drei“), fand Klaus Schultze (Grüne), dass wir an vielen Stellen „massive Probleme“ haben.

Er fand es „unverschämt“ von der Stadtverwaltung, auf einen Antrag der CDW-Fraktion hin, Wege zu suchen, das Radwegenetz zu verbessern, keinen Handlungsbedarf zu sehen. „Ich bin sauer“, so Schultze. „Vielleicht ist die Verwaltung personell und von der Kompetenz her überfordert. Dann müsst ihr die weiße Flagge hissen.“

Die Wogen glätteten sich allerdings insofern, dass Baudezernent Manfred Meyer durchaus Handlungsbedarf in der Stadt einräumte, aber nicht dafür, erneut ein Gutachten in Auftrag zu geben. „Wir haben bereits eine Untersuchung über den Kommunalverbund, in der Handlungsfelder aufgezeigt werden“, so Meyer. „Wir haben auch an vielen Stellen schon etwas getan.“ Die größten Probleme in der Stadt Wildeshausen – wie beispielsweise zu schmale Fahrstreifen oder schlechte Beläge – gebe es jedoch an Land- und Kreisstraßen. „Hier werden aber die Prioritäten anders gesetzt“, so Meyers Begründung, warum trotz Gesprächen mit Land und Landkreis oft keine Abhilfe geschaffen wird.

Von einer Zertifizierung „meilenweit entfernt“

Die CDW hatte unter anderem gefordert, das Angebot des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) anzunehmen, bei der Überprüfung der vorhandenen Radinfrastruktur unterstützend tätig zu werden. Das wurde vom Ausschuss einstimmig empfohlen, ist aber nach Ansicht von Schultze nur ein erster Schritt. Der Stadtrat habe vor zwei Jahren beschlossen, „fahrradfreundliche Kommune zu werden“, so der Grüne. „Von der Zertifizierung sind wir aber noch meilenweit entfernt.“ So gebe es immer noch keinen Fahrradbeauftragten mit einer halben Stelle und keine Fachplanung, bei der Experten mit den Akteuren vor Ort zusammenarbeiteten.

Günter Lübke (CDU) sah das ebenso: „Es ist politisch gewollt, den Fahrradverkehr zu unterstützen“, betonte er. „Es gibt Handlungsbedarf, und dafür stellen Land und Bund Fördergelder zur Verfügung.“ Das, so Kuraschinski habe man im Blick, falls neue Projekte verwirklicht werden sollen.

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