Wildeshauser Initiative fordert Verbesserungen bei Streifen am Fahrbahnrand

„Radfahrer besser schützen“

Schutzstreifen unterbrochen: Auf der Ahlhorner Straße endet der Bereich vor der Dr.-Dürr-Straße und wird nach der Einmündung wieder abgetrennt. Foto: dr

Wildeshausen – Die vor rund einem Jahr gegründete Wildeshauser Initiative für Radverkehr (WIR) hat Bürgermeister Jens Kuraschinski ein Schreiben übergeben, in dem sie deutlich macht, dass die Radwegemarkierungen in der Stadt nicht den Wünschen von vielen Radfahrern entsprechen.

„An jeder Einmündung, an der ein Schutzstreifen für die Radfahrer geschaffen wurde, muss dieser farblich hervorgehoben werden, damit die Kraftfahrzeugführer diese besser erkennen“, heißt es in dem Brief. Weiterhin müsse bei einer Neuanlage von Schutzstreifen der unterbrochene weiße Balken deutlich breiter ausfallen als bisher.

Die Initiative begründet ihre Forderungen unter anderem damit, dass der Schutzstreifen an der Ahlhorner Straße „von etlichen Kraftfahrzeugführern“ nicht erkannt wird, weil dieser nur bei gutem Wetter sichtbar sei. Die Piktogramme auf dem Belag seien zudem mittlerweile sehr schwach, sodass sie ausgebessert werden müssten.

Die Situation ist aus Sicht von WIR so unbefriedigend, dass die Radfahrer oft ohne ausreichenden Abstand überholt und angehupt werden. „Die Handzeichen der Kraftfahrzeugführer zeigen auf den für Radfahrer freien Gehweg. Wir schließen daraus, dass der Schutzstreifen nicht deutlich genug sichtbar ist und die Autofahrer die Bedeutung der Beschilderung nicht kennen“, sagt Martin Bruns, ehemaliger Polizist und Gründungsmitglied der Initiative. „Weiterhin wird der Schutzstreifen im Bereich der Abbiegespur zur Dr.-Dürr-Straße einfach nicht weitergeführt, weil die Fahrbahn dort zu eng ist. Dieser sollte durchgehend sein, damit die Autofahrer sehen, dass sie in diesem Bereich nicht die Möglichkeit haben, einen Radfahrer zu überholen. Hier wird sich gerne noch schnell vorgedrängelt und geschnitten.“

Ein weiteres Manko ist nach Einschätzung von WIR, dass Kraftfahrzeugführer die aus der Dr.-Dürr-Straße nach links auf die Ahlhorner Straße abbiegen wollen, keinen Schutzstreifen sehen und deshalb davon ausgehen, dass sich der Radfahrer verkehrswidrig auf der Straße verhält. „Radfahrer hingegen sind zum Teil verunsichert und fahren dann plötzlich auf den Gehweg und ein Stück weiter wieder auf den Schutzstreifen“, hat Bruns beobachtet.

Auch in der Gegenrichtung hält die Initiative eine komplette durchgängige Markierung für erforderlich. Sie fordert das aber auch bei Einmündungen ohne Schutzstreifen. „Hier sind die Markierungen nicht deutlich genug, um den Rad- und Fußweg für Kraftfahrzeugführer erkennbar zu machen“, heißt es von der Initiative. Dies sei zum Beispiel an der Einmündung der Breslauer Straße auf den Nordring wichtig. Dort führe der Radweg in beide Richtungen, und motorisierte Fahrer könnten Radfahrer, die aus der Senke auftauchen, erst spät erkennen.  dr

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