Die Entwicklung der Kreisstadt soll einen verlässlichen Rahmen bekommen

Mit Quartierskonzepten in Richtung „Wildeshausen 2030“

Claudia Olberding (l.) vom Verkehrsbüro und Daniela Baron vom Stadtmarketing präsentieren Broschüren im Corporate Design.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wie und wohin soll sich Wildeshausen in Zukunft entwickeln? Und wie kann sich die Kreisstadt aktuell positionieren, dass sie attraktiver für Bürger und Besucher wird? Diese Fragen werden das Stadtmarketing in den kommenden Monaten und Jahren vorrangig beschäftigen. Daniela Baron ist nach langer Krankheit zurück im Stadthaus und hat viele gute Pläne. Der Terminkalender ist voll. Es gibt einiges abzuarbeiten.

Aktuell soll das vom Forum Stadtmarketing mit der Agentur Kern aus Oldenburg entwickelte Corporate-Design der Stadt umgesetzt werden. Die Vorlagen für Prospekte, Flyer und Plakate für Stadt, Vereine und Wildeshauser Firmen sind bereits erstellt. Grundlage dafür ist immer der stufige Giebel des Rathauses in Verbindung mit dem Wort Wildeshausen sowie eine klare Farbgebung. Das Profil wird sich auch auf offiziellen Schreiben der Stadt finden.

„Wir haben jedoch daneben viele Werbeartikel mit dem Design in Planung“, so Baron. Neben den klassischen Werbeträgern wie Bechern, Fahnen oder Fotokalendern soll es auch peppige Mitbringsel aus Wildeshausen geben, die mit hintergründigem Humor arbeiten.

Ganz wichtig ist im Rahmen des neuen Konzeptes der Internet-Auftritt der Stadt, der sehr in die Jahre gekommen war. Die Homepage wird derzeit abschließend bearbeitet, sodass sie schon bald sowohl vom Smartphone als auch Tablet oder Notebook genutzt werden kann.

„Die Freischaltung erfolgt nach den Ferien“, kündigt Baron an. Dort finde sich dann auch ein umfangreiches und professionelles Fotoarchiv. Seit knapp einem Jahr ist eine Oldenburger Fotografin damit beauftragt, Wildeshausen mit all seinen Schönheiten, Festen und charakteristischen Menschen in Bildern festzuhalten. „Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend“, weckt Baron die Vorfreude. Das Archiv solle zudem stetig um gute Aufnahmen erweitert werden, die auch von anderen Fotografen eingereicht werden können. Ziel ist es, eine Datenbank anzubieten, die – nach Freischaltung der jeweiligen Nutzer – kostenlos abgerufen werden kann, um Wildeshausen aus professionellem Blickwinkel darzustellen.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Stadtmarketings neben der Entwicklung des öffentlichen Auftritts ist das von Bürgermeister Jens Kuraschinski maßgeblich vorangetriebene Projekt „Wildeshausen 2030“. Für die Entwicklung einer Zieldefinition haben sich bereits Facharbeitsgruppen getroffen. Eine zweite Runde der Experten ist nach den Ferien geplant. Bei den Gesprächen geht es darum, klare Rahmen dafür zu definieren, wie sich die Stadt entwickeln soll. Unter anderem sollen Potenzialflächen kartiert werden, die für Wildeshausen von großer Bedeutung sind. Dazu gehören das Gelände der Diakonie Himmelsthür, das in wenigen Jahren zu großen Teilen nicht mehr von behinderten Menschen bewohnt sein wird und sich dafür eignet, attraktive Wohnformen zu entwickeln. Eine weitere Potenzialfläche liegt zwischen Huntetor und Alexanderkirche. Hier könnte eine historische Handwerkermeile entstehen. Aber auch die Leerstände in der Innenstadt sowie am Westring, die Gewerbeentwicklung in Wildeshausen sowie ein Konzept für die Optik des Marktplatzes gehören zu den genauer beleuchteten Aspekten von „Wildeshausen 2030“. „Wir wollen nach der Erarbeitung der Grundlagen ein Planungsbüro damit beauftragen, ein städtebauliches Rahmenkonzept zu erstellen“, so Baron. „Dazu gehören später auch Quartierskonzepte.“

Nach Möglichkeit sollen erste Ergebnisse Ende des Jahres zur Beratung vorliegen, damit endlich einheitlich verfahren wird, wenn es Anträge zur Gewerbeansiedlung oder zu neuen Einzelhändlern gibt oder die Diskussion darüber entbrennt, ob Gebäude abgerissen werden dürfen.

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