Supermärkte sitzen auf gelieferter Ware / Anordnung, wo geknallt werden darf

Pyrotechnik wird zurückgeschickt

In diesem Jahr mit Seltenheitswert: Auf den Straßen wird Pyrotechnik gezündet.
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In diesem Jahr mit Seltenheitswert: Auf den Straßen wird Pyrotechnik gezündet.

Wildeshausen – Der Jahreswechsel wird in der Region diesmal deutlich ruhiger ausfallen, und wenn irgendwo eine Rakete aufsteigt oder ein Böller gezündet wird, dann nur dort, wo es durch eine noch nicht veröffentlichte Allgemeinverfügung des Landkreises Oldenburg nicht ausdrücklich verboten ist.

Doch selbst dort, wo ein Feuerwerk erlaubt ist, dürfte zum Jahreswechsel kaum etwas passieren, denn es gilt im gesamten Land Niedersachsen ein Verkaufsverbot für Böller und Raketen.

Umsatzverluste für den Handel

Für die Geschäftsleute bedeutet das einen enormen Umsatzverlust und ungewohnte Probleme, weil sie zwar schon die Ware geliefert bekommen haben, sie jedoch nicht anbieten dürfen. So wie beispielsweise Oliver Einemann, der am Westring das E-Center betreibt. „Die Lieferung ist da. Wir schicken sie im Januar an den Hersteller Comet zurück“, berichtet er. Im nächsten Jahr würde er die gleiche Ware erneut bekommen, wenn er sich nicht dafür entscheidet, die Lieferung komplett zu stornieren und einen Abschlag zu bezahlen. Weil das Tischfeuerwerk vom gleichen Hersteller kommt, hat Einemann diese Pakete auf der Palette ebenfalls nicht geöffnet. Dann müsste er nämlich das komplette Sortiment abnehmen. „Bei uns gibt es diesmal also nur das ganzjährig verkäufliche Kinderfeuerwerk“, erklärt er.

Im ebenfalls am Westring gelegenen Famila-Markt ist selbst das nicht erhältlich. „Keine Knallfrösche, keine Wunderkerzen“, so Marktleiter Udo Frommhold. Auch er hat die Lieferung von Comet erhalten und lässt sie im Januar wieder abholen. Wie dann weiter verfahren wird, entscheidet sich in der Bünting-Zentrale in Leer. Der Umfang der gelieferten Waren, so Frommhold, richte sich in der Regel danach, was im Vorjahr verkauft wurde.

Nicht klar, ob nächstes Jahr Böller verkauft werden

Rewe-Kaufmann Patrick Lenz hat seinen Supermarkt am Huntetor zwar erst seit wenigen Wochen offen, dennoch wurde ihm von der Firma Weco Pyrotechnik geliefert, die bereits Anfang des Jahres bestellt worden war. „Die geht wieder zurück“, so Lenz. Und ob er überhaupt für das nächste Jahr etwas bestellen will, weiß er noch nicht. Die endgültige Entscheidung darüber trifft er im Frühjahr 2021.

Im Hagebaumarkt an der Visbeker Straße gab es bis zum vergangenen Jahre nicht nur einen Feuerwerksverkauf, sondern auch eine Vorführung der Neuheiten auf dem Parkplatz. Diese Veranstaltung war aber nach Angaben von Marktleiter Waldemar Schmidt schon im vergangenen Jahr das letzte Mal angeboten worden. „Eigentlich wollten wir in diesem Dezember das letzte Mal überhaupt noch Pyrotechnik verkaufen“, berichtet er. Da der Markt geschlossen sei und das Gesetz es verbiete, falle das nun auch aus.

„Wir konnten die Ware aber noch rechtzeitig stornieren“, so Schmidt, der davon ausgeht, dass es im Jahr 2021 ohnehin keine Knaller und Raketen mehr in seinem Markt geben wird.

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