Landratswahl: Kandidat plant Weichenstellungen innerhalb von 100 Tagen

Christian Pundt reicht Bewerbung ein

Vor dem Kreishaus: Christian Pundt (l.) übergab 280 Unterschriften an Kresiwahlleiter Christian Wolf.
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Vor dem Kreishaus: Christian Pundt (l.) übergab 280 Unterschriften an Kreiswahlleiter Christian Wolf.

Wildeshausen – Bis Mitte Juli können sich noch Bewerber um das Amt des Landrates des Landkreises Oldenburg beim Kreiswahlleiter Christian Wolf melden und die nötigen 250 Unterstützerunterschriften vorlegen. Als unabhängiger Kandidat hat das am Donnerstag Christian Pundt getan. Er hatte sogar 280 Unterschriften dabei, die bereits von den Einwohnermeldeämtern überprüft wurden und hat eigenen Angaben zufolge noch weitere 100 in den Rathäusern zur Prüfung vorliegen.

Dennoch, so Pundt, sei es durchaus eine Herausforderung, die nötigen Unterschriften zu sammeln. „Es ist sinnvoll, dass es diese Hürde gibt“, so der 48-jährige scheidende Bürgermeister der Gemeinde Hatten. „Damit zeigt man, dass es einem wirklich wichtig ist.“

In den vergangenen Wochen war Pundt mit seinem Lastenrad unterwegs, um sich mit den Bürgern im Landkreis zu unterhalten. „Ich habe viele Kontakte geknüpft“, freut er sich und wartet nun darauf, dass seine Unterlagen im Kreishaus geprüft werden und seine rechtmäßige Kandidatur veröffentlicht wird.

Pläne für die ersten 100 Tage im Amt

Unterdessen hat sich Pundt schon überlegt, was er in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit vorrangig angehen möchte, wenn er gewählt wird. Ganz oben steht bei ihm, sich schnell im Führungsteam eine Vertrauensbasis zu verschaffen. Dazu gehört auch, dass Amtsleiter eigenständig Entscheidungen treffen und Auskünfte geben dürfen, wenn es ein grundsätzliches Einvernehmen mit der Amtsleitung gibt.

„Ich möchte schnell die Zusammenarbeit mit den Kommunen angehen“, so Pundt mit Blick darauf, dass die Städte und Gemeinden dringend eine finanzielle Entlastung in Höhe von vier bis fünf Millionen Euro bekommen sollen. Ob das über eine Senkung der Kreisumlage geschieht oder durch Entlastungen der Gemeinden bei Ausgaben beispielsweise für die Kinderbetreuung, ist laut Pundt nicht entscheidend.

Mit das wichtigste Thema des Kandidaten für die ersten 100 Tage seiner Amtszeit ist der Klimaschutz. „Das ist nicht verhandelbar und geht nur mit einer starken Wirtschaft“, sagt Pundt. Er strebt eine Zusammenarbeit mit Universitäten ebenso an wie mit der Landwirtschaft. „Wir müssen die Beteiligten vor Ort zusammenbringen und lokal handeln“, kündigt der Kandidat an. Innerhalb von 60 Tagen möchte er eine Potenzialanalyse für alle öffentlichen Gebäude auf dem Tisch haben, wo Fotovoltaikanlagen installiert werden können. „Ich werde alle öffentlichen Gebäude innerhalb von zwei Jahren umrüsten lassen“, strebt er an. Innerhalb von 100 Tagen solle eine Potenzialanalyse auch für alle privaten Gebäude im Landkreis vorliegen, um eine sinnvolle Grundlage für Investitionen schaffen zu können. Weitere Themen auf der Agenda Pundts sind die Zusammenarbeit mit den Kommunen bei der Einrichtung von Ganztagsschulen, die Einbeziehung der Jugend sowie Konzepte, die mittelständische Wirtschaft zu unterstützen, die unter den Coronafolgen leidet.  dr

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