Pètanque-Club „Wilde Boule“ feiert 20. Geburtstag im Krandel/20 Vereine mit 5100 Mitgliedern auf der Anlage aktiv

Runder Geburtstag mit Glühweinturnier

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Spieler und Gratulanten trafen sich am Sonntagnachmittag auf der Pètanque-Anlage des Clubs „Wilde Boule“.

Wildeshausen - Seit 20 Jahren werfen die Mitglieder des Pètanque-Clubs „Wilde Boule“ im Krandel die Kugel. Zum Geburtstag gab es am Sonntag Glühwein und Glückwünsche. Mit den Gästen wurde zudem ein kleines Turnier gespielt.

Bei herrlichem Sonnenschein gingen die Aktiven ihrem Hobby nach, das schon vor zwei Jahrzehnten einige Wildeshauser begeisterte. Von den Gründungsmitgliedern des Vereins sind heute noch sechs dabei: Barbara und Bernd Riesebieter, Hans Braun, Helmut Makowski, Axel Grossmann und Arndt Vosteen. „Leider hat die Satzung, die ihr beschlossen habt und die bis heute unverändert ist, nicht den Passus Ehrungen vorgesehen, sonst könnte ich euch heute alle mit der goldenen Vereinsnadel schmücken“, so Vorsitzende Gabriele Teichmann, die gar nicht lange zurückblicken wollte, aber dann doch betonte, dass die Mitglieder auf dem Weg zum Geburtstag viel Freude und Erfolge erlebt hätten. Als gemeinnütziger Sportverein mit soliden Finanzen und 47 Mitgliedern betreibe man Freizeit- sowie Leistungssport und könne ebenso auf deutsche Meisterschaften schauen wie auf Landesmeisterschaften und eine Ligamannschaft, die in der zweithöchsten Spielklasse Niedersachsens aktiv sei.

Da „Wilde Boule“ ein kleiner Verein mit geringen Einnahmen sei, müsse man auf Unterstützung von außen zählen. „Wir dürfen den Platz der Stadt mit der Maßgabe nutzen, ihn zu pflegen. Das ist für uns selbstverständlich, aber nicht immer eine leichte Aufgabe“, sagte Teichmann. „Bei dem bewaldeten Sportplatz fällt sehr viel Arbeit an. Und als öffentlicher Platz wird dieser auch öffentlich missbraucht und verunreinigt. Aber immer, wenn es um Belagausbesserung oder sonstige Maßnahmen geht, wird uns Hilfe gewährt.“ In diesem Rahmen bedankte sich die Vorsitzende bei Wolfgang Sasse der als stellvertretender Bürgermeister der Stadt und als Vorsitzender des VfL Wittekind Wildeshausen zu Gast war. Der Verein stelle nämlich immer Ausweichflächen im Stadion zur Verfügung, wenn der Krandelbouleplatz bei Großturniertagen überbelegt sei.

Sasse bekräftigte, dass man zusammenhalten müsse. Das gelte insbesondere für die 20 Vereine mit 51000 Mitgliedern, die im Krandel aktiv seien. „Wir haben hier eine gute Nachbarschaft und leisten eine tolle Integrationsarbeit.“ Damit seien nicht nur Behinderte gemeint, sondern ebenso Flüchtlinge und das Zusammenleben von jungen und alten Sportlern.

Diesen Aspekt betonte auch Teichmann bei ihrem Blick in die Zukunft, der nicht nur den Wunsch enthielt, zum 50. Geburtstag 105 Vereinsmitglieder zu haben, sondern eine Vision der Situation im Jahr 2045 entwarf: „Der gewaltige Zulauf zum Pètanque-Spiel ist vom demografischen Wandel befeuert worden. Zwei von drei neuen Mitgliedern sind über 60 Jahre alt. Längst nutzen Krankenkassen und Wohlfahrtsverbände das Spiel flächendeckend als preiswertes Präventionsprogramm gegen soziale Vereinsamung sowie den vorzeitigen Verfall mentaler und körperlicher Fähigkeiten. Es gibt viele Senioren-Wohnanlagen mit eigenem Pètanque-Terrain. Und längst fühlen sich Menschen mit geistigen oder körperlichen Handicaps auf allen Bouleplätzen Deutschlands zu Hause.“ Darauf wollte Teichmann anstoßen. Es gab im Anschluss an die Rede Glühwein und Gebäck, dann startete das traditionelle Turnier. Nach dreieinhalb Stunden Spielzeit mit drei Durchgängen standen die Tagessieger beim Glühweinturnier des Pètanque-Clubs „Wilde Boule“ fest. Jeweils ungeschlagen waren Detlef Meyer und Annegret Vormschlag. Mit vier Pluspunkten Differenz konnte Meyer als Sieger den Glühweinpokal entgegennehmen. Dritte wurde Barbara Riesebieter die zwei Siege errungen hatte.

dr

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