CDU möchte die Kosten erfahren

Prüfauftrag für Schulneubau am Lehmkuhlenweg

Hinter der Friedhofsfläche liegt derzeit ein Maisfeld. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Monatelang wurde in Wildeshausen darüber diskutiert, wo zukünftig wie viele Grundschüler unterrichtet werden sollen. Die Diskussion ist noch lange nicht abgeschlossen und wird nun durch einen Planungsauftrag der CDU-Fraktion erweitert, der die städtischen Flächen am Lehmkuhlenweg ins Gespräch bringt.

Die Christdemokraten möchten erfahren, wie teuer der Neubau einer sozialen Einrichtung auf der Friedhofserweiterungsfläche und der daneben liegenden Ackerfläche, beide befinden sich im Besitz der Stadt, kommen würde. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Lübke nennt in seinem Antrag die Rahmendaten. Danach soll es um die Kosten für eine drei- oder vierzügige inklusive Grundschule mit Ganztagsangebot einschließlich Mensa, Kinderkrippe und Kindertagesstätte für je zwei Gruppen gehen. Dazu sollte der Bau einer Sporthalle als Zweifeldhalle kalkuliert werden. Mensa sowie Sporthalle sollten zudem für eine Mehrfachnutzung konzipiert sein, damit dort auch Veranstaltungen stattfinden können für die es in Wildeshausen derzeit keinen geeigneten Raum gibt.

Verwaltung erklärte kürzlich, dass kein Geld zur Verfügung steht

„Wir wollen wissen, wie viel Geld wir dafür investieren müssten“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse. Die Verwaltung habe schließlich vor wenigen Tagen dargelegt, dass im Rahmen der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme derzeit kein Geld zur Verfügung steht. Die aktuelle Raumsituation an den Schulen zeige aber den Bedarf für einen Neubau auf. Möglicherweise könne man in den Haushalt 2018 eine Planungssumme in derzeit noch nicht bekannter Höhe einstellen.

Zwar geht es derzeit nur darum, eine Alternative zu bestehenden Plänen zu prüfen. Dahinter steht jedoch der Gedanke, die St.-Peter-Schule am bisherigen Standort zu lassen und ihr mehr Raum zu geben. Die Schule katholischen Bekenntnisses soll, so der Ratsbeschluss, ab 2018 nur noch zweizügig geführt werden, sodass sie nicht umziehen müsste und nach Bedarf bis zu 30 Prozent Schüler anderen Bekenntnisses aufnehmen könnte. Konsequent weitergedacht, würde dann die Holbeinschule einen neuen Standort bekommen, der am Lehmkuhlenweg liegen würde. 

Wenn die Schuleinzugsgrenzen dann noch einen neuen Zuschnitt bekämen, könnte die Wallschule in Zukunft vierzügig, die St.-Peter-Schule zweizügig und die Holbeinschule dreizügig geführt werden. Gleichzeitig könnte die Stadt den enormen Bedarf an Krippenplätzen abdecken. Nicht geklärt wäre dann weiterhin die Nutzung der Hunteschul-Immobilie. Zwar möchte die Stadt die Rückübertragung vorbereiten. Darüber entscheidet jedoch der Landkreis Oldenburg. In der Diskussion ist weiterhin der Plan, die St.-Peter-Schule dorthin zu verlegen. Dagegen gibt es allerdings massiven Widerstand aus der Schule.

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