Wildeshauser Unternehmen „Bothe Clubreisen“ in Peking ausgezeichnet / Schon bald ein Reisebüro in China ?

90 Prozent der Fahrgäste Chinesen

Auszeichnung in Peking: Dr. Wolfgang Georg Arlt, Stefan Bothe und Li Qia (von links).

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Wohl jeder Wildeshauser hat sie schon gesehen – die grünen Busse mit der Aufschrift „Bothe Clubreisen“. Nur die Wenigsten aber dürften wissen, dass diese Busse in ganz Europa unterwegs sind. Ein besonderes Augenmerk legt Inhaber Stefan Bothe seit sechs Jahren auf chinesische Touristen. Und das mit viel Erfolg, denn jetzt wurde sein Unternehmen in Peking mit dem bronzenen „CTW-Award 2010“ („Chinese Tourists Welcoming Award“) ausgezeichnet.

Welchen Stellenwert dieser Preis für die eher kleine Firma aus der Kreisstadt hat, beweist die Tatsache, dass Gold und Silber an große staatliche Unternehmen von den Philippinen und aus Peru gingen. „Es war schon ein erhebendes Gefühl, diese Auszeichnung aus den Händen von Professor Dr. Wolfgang Georg Arlt in Empfang zu nehmen“, sagt Bothe. Dr. Arlt ist Direktor der Firma „COTRI“ (China Outbound Tourism Research Institute) in Deutschland.

Was sich eher etwas kompliziert anhört, sagt schlichtweg aus, dass Bothe den Preis dafür bekommen hat, dass er den chinesischen Touristen einen exzellenten Service anbietet. Das betonte auch Dr. Arlt während der Preisvergabe in Peking: „Der Trend geht eindeutig in Richtung Qualität und Service. Viele chinesische Gäste, die nach Europa kommen, schauen eben darauf, was die Reiseanbieter in dieser Richtung anbieten.“

Eine Aussage, die Bothe nur bestätigen kann: „Wenn Du hier nicht ständig an dir arbeitest, hast Du keine Chance.“ Schon mehrfach habe er sich für diesen Award beworben: „Jeder kann sicherlich verstehen, dass die Freude bei unseren Mitarbeitern riesig war, als es jetzt geklappt hat.“ Das sei eben ein deutlicher Beweis dafür, dass das Unternehmen den richtigen Weg eingeschlagen habe.

„Bothe Clubreisen“ ist mit neun Bussen (inklusive zwei Subunternehmer) europaweit unterwegs. Zudem arbeitet das Unternehmen mit der Firma „European-Travel“ (drei Busse) zusammen, die zu 50 Prozent Bothe gehört und ebenfalls am Westring beheimatet ist.

Dann legt Bothe erstaunliche Zahlen auf den Tisch: Im Jahr 2008 waren seine Busse zu 90 Prozent mit Chinesen besetzt. „Es ist fast unglaublich, aber die Zahl der chinesischen Touristen, die nach Europa kommen, nähert sich pro Jahr der 50-Millionen-Marke.“ Jeder seiner Busse lege jährlich 120 000 Kilometer zurück. Da es für Deutsche schwer sei, die chinesische Kultur zu verstehen, habe er die Diplom-Soziologin Li Qia eingestellt: „Sie regelt die Korrespondenz für uns.“

Für die Zukunft sieht Stefan Bothe weitere Möglichkeiten, zu expandieren: „Ich habe in Peking sehr gute Gespräche geführt. Durch diese Auszeichnung sind auch große Reiseunternehmen aus China auf uns aufmerksam geworden.“ Er stehe praktisch in den Startlöchern: „Zurzeit dürfen deutsche Reiseanbieter in China kein Büro betreiben. Das wird staatlich kontrolliert. Aber der Markt soll geöffnet werden.“ Er ziehe in Erwägung dort ein Büro zu eröffnen.

Fakt sei, dass „Bothe Clubreisen“ auch in Zukunft alles dafür tun werde, die chinesischen Touristen zufrieden zu stellen: „Die Chinesen stehen auf Luxus und auf ,Made in Germany‘. Das merken unsere Fahrer immer wieder ganz deutlich.“

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