Prominenter Besuch bringt mit Geschenken die Kinderaugen zum Strahlen

Nikolaus gleich zweimal zu Gast in Wildeshausen

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Auch der St.-Peter-Kinderchor „Kirchenmäuse“ begrüßte den Nikolaus mit fröhlichem Gesang.

Wildeshausen - Gespanntes Warten, gemeinsames Singen, Geschichten hören und natürlich die Freude am Schenken und Beschenktwerden – das alles wird seit jeher mit dem weißbärtigen Mann im roten Mantel in Verbindung gebracht: dem Nikolaus. Und der sorgte sowohl am Sonnabend als auch gestern in der Kreisstadt für strahlende Kinderaugen. Bepackt mit einem großen Sack kam er am Sonnabend mit dem Boot über die Hunte geschippert und zog anschließend in die St.-Peter-Kirche. Gestern erfreute er dann die Besucher des Weihnachtsmarktes.

An der Hunte auf der Burgwiese hatten sich am Sonnabend gegen 17 Uhr hunderte Kinder mit ihren Laternen versammelt und gespannt auf die Ankunft des Nikolauses gewartet. Von der Brücke aus hatten sie die beste Aussicht auf den Bootsanleger, wo der prominente Gast anlegte. Beladen mit einem großen Korb voller Äpfel machte er sich dann auf den Weg zur St.-Peter-Kirche. Mitten durch die Kinderschar bahnte er sich seinen Weg an die Spitze des Laternenzugs. So konnten die Kleinen den lang ersehnten Gast nun ganz aus der Nähe betrachten – mit seinem langen weißen Bart, dem goldenen Bischofshut und dem langen Stab.

Immer wieder musste der Nikolaus kurz anhalten, um mutige kleine Fans, die ihm die Hand entgegenstreckten, persönlich zu begrüßen. Schließlich erreichten alle die Kirche. Begleitet von Klavierklängen hießen Jung und Alt den Gast mit fröhlichem Gesang willkommen. Viele Kinder hatten außerdem eigens für den Nikolaus Gedichte oder Lieder einstudiert, die sie ebenso ernsthaft wie aufgeregt vortrugen.

Der Nikolaus hatte für seine Zuhörer auch eine Geschichte mitgebracht, die vom Schenken handelte. Er berichtete, wie er vor langer Zeit einmal einem armen Mann begegnet war, der sich mit seinen drei Töchtern in großer Not befand. Um der mutterlosen Familie zu helfen, legte der Nikolaus nachts eine Kostbarkeit vor die Tür: Einen vergoldeten und ganz mit Edelsteinen besetzten Apfel. So konnte der arme Mann die Schulden der Familie bezahlen und seine Töchter vor einem schlimmen Schicksal bewahren.

Auch die Kinder durften sich schließlich über ein Geschenk freuen. Als kleines Mitbringsel verteilte der Nikolaus seine Äpfel an die Kleinen, die alle zum Altar eilten. Natürlich bissen die eifrigen Kinderzähne sofort genussvoll in das Obst – und gingen dann mit ihren Laternen zufrieden und um ein unvergessliches Erlebnis reicher nach Hause.

So manches Kind stand dann gestern schon wieder auf dem Marktplatz. Das Warten auf den Ehrengast wurde durch kostenlosen Apfelpunsch und Kakao versüßt, die Frank Stauga vom Restaurant „Altes Amtshaus“ verteilte. Dann kam er in einer prächtigen Kutsche über die Bahnhofstraße. Der Nikolaus hatte aber auf die Pferdestärken verzichtet, stattdessen zog ein Unimog die Kutsche. Während sich die Jungen und Mädchen artig anstellten, um einen Schokoladen-Weihnachtsmann zu erhalten, knipsten die Erwachsenen fleißig drauflos. Zum Abschied sangen alle gemeinsam noch „Oh Tannenbaum“, und dann musste der Nikolaus auch schon wieder los. Die nächsten Kinder warteten.

an/fio

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