Projekt „Brücke“ zieht Bilanz: 190 junge Menschen im Landkreis Oldenburg und Delmenhorst betreut

Projekt für Schulverweigerer erfolgreich angelaufen

Erfolgreiche Arbeit für Jugendliche und Heranwachsende: Das Team des „Brücke“-Projekts. Foto: brücke

Wildeshausen – Über eine erfolgreiche Arbeit im Jahr 2019 können die Mitarbeiter des Vereins „Brücke“ mit Sitz in Delmenhorst und Wildeshausen berichten. So hat das Projekt, das sich in erster Linie um junge Menschen kümmert, die straffällig geworden sind, in der Kreisstadt 51 Jugendliche und Heranwachsende betreut. Von den Teilnehmenden wurden laut Jahresbericht zehn junge Menschen aus dem Vorjahr übernommen.

Wie die Verantwortlichen am Donnerstag im Rahmen eines Online-Pressegespräches mitteilten, haben 83 Prozent der Maßnahmenteilnehmer ihre Auflagen und Weisungen regulär beendet. Von den 17 Prozent, die das nicht taten, gingen einige Teilnehmer in Therapie oder es erfolgte ein Umzug. „Nur ein Heranwachsender ging aus unserer Maßnahme direkt in Haft“, heißt es in der Jahresbilanz. „Über die vergangenen Jahre ist die Quote mit den Teilnehmenden, die ihre Weisung und Auflagen regulär absolvieren, sehr hoch und ein Indikator für eine bedarfsgerechte Arbeit.“

Das Brücke-Projekt hat in 2019 insgesamt 190 junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren betreut. Die Teilnehmer werden in der Regel durch Gerichte dazu verpflichtet, an Gesprächen und Kursen teilzunehmen.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es im Landkreis Oldenburg das Projekt „Kurve“. Es ist eine kurzzeitige intensive Maßnahme, die im Rahmen von Einstellungen oder aufgrund eines Urteils zugewiesen werden kann. Sie richtet sich an junge Menschen, die sich anstelle von Arbeitsanweisungen in insgesamt acht Einzelterminen mit aufklärerischen Inhalten zum Thema Straftaten auseinandersetzen sollen. In Wildeshausen wurden acht Teilnehmer betreut.

Neben der intensiven Einzelfallhilfe, die mit Gesprächen sowie der Teilnahme an Werkstätten junge Menschen wieder auf den richtigen Weg bringen soll, arbeitete die „Brücke“ erstmalig auch in einem Projekt mit Schulverweigerern. „Hier konnten wir außerhalb der ambulanten Maßnahmen für junge straffällige Menschen einen neuen Kollegen einstellen“, so die Verantwortlichen. „Der Anfang ist gemacht, Kontakte sind aufgebaut, Teilnehmer zugewiesen, und die Arbeit ist in vollem Gange.“

Im Rahmen des Projektes werden Schulverweigerer auch zu Hause abgeholt. Die Kollegen versuchen mit den Jugendlichen Tagesstrukturen aufzubauen. Die Teilnehmer werden sieben Stunden in der Woche betreut und arbeiten beispielsweise in der Fahrradwerkstatt. Ziel ist es unter anderem, Motivation und „Schöpferstolz“ zu entwickeln.

Auch im Jahr 2020 möchte die „Brücke“ viel bewegen. Allerdings erschweren die coronabedingten Einschränkungen die Arbeit. So konnte die Holzwerkstatt ein Spielhaus für den Kindergarten „Pusteblume“ in Wildeshausen nicht gemeinsam aufbauen. Die Teile wurden von den jungen Menschen in der Werkstatt gefertigt.  dr

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