Projekt im Mehrgenerationenhaus soll Kindern die Natur näher bringen

Ab in den heimischen Wald

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Sandra Scholz (l.) möchte den Kindern den heimischen Wald erfahrbar machen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Viele Kinder wissen nicht, wie schön es im Wald ist, welche Bäume dort wachsen und welche Tiere dort leben. Sandra Scholz, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Wildeshausen, möchte den jungen Menschen nun interessante Erfahrungen mit Lerneffekt vermitteln.

„Viele Mädchen und Jungen kennen sich nicht im Wald aus. Sie waren nie mit ihren Eltern dort“, hat Scholz bemerkt. Deshalb sprach sie Willi Möser, Vorsitzender des Hegerings Wildeshausen, an und kann auf seine Unterstützung bei der Wald-Erkundung zählen.

Das Projekt richtet sich einerseits ab nächster Woche an die Kinder der Hausaufgabenbetreuung im Mehrgenerationenhaus und andererseits an die Teilnehmer an der Betreuung in den Sommerferien, in der noch Plätze frei sind.

Die Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren lernen, wie man sich im Wald verhalten soll und was sie dort alles entdecken können. Dazu hat Scholz einen Infotisch aufgebaut, auf dem auch Präparate von heimischen Tieren stehen. „Einige habe ich im Internet ersteigert“, erzählt sie. „Wenn uns aber jemand weitere Tiere leihen kann, dann wäre das ganz toll.“

Das Projekt gliedert sich in Theorie und Bastelarbeiten sowie die praktische Erkundung des Waldes. „Wir werden Steckbriefe von Tieren und Bäumen anfertigen“, kündigt Scholz an. Zudem zeichnen die Kinder Tiere und Pflanzen, malen Mandala-Naturbilder, basteln Blätter-Puzzles und Natur-Memorys.

Richtig spannend wird es dann im Forst. Dort stellt Möser präparierte Tiere aus dem Infomobil des Hegerings in ihrem natürlichen Lebensraum auf und erklärt den Kindern, welche Aufgaben ein Jagdhund hat. Bei der Außenarbeit sammeln die Mädchen und Jungen Tierspuren wie Haare, Knochen und Fährten. Diese sollen mit Gipsabdrücken gesichert werden.

„Ich möchte erreichen, dass die Kinder die Veränderungen der Natur durch den Einfluss des Menschen erkennen“, sagt Scholz. Zudem möchte sie die Selbstständigkeit und Sozialkompetenz der Teilnehmer stärken. Ziel sei es auch, die Kreativität der Kinder zu wecken.

„Es wäre schön, wenn die Jungen und Mädchen anschließend ihren Eltern im Wald zeigen, was sie alles gelernt haben“, so die Leiterin des Mehrgenerationenhauses, die zudem ganz unerwartete Resonanz bei den älteren Besuchern der Einrichtung erfahren hat. „Auch diese bleiben vor unserem Info-Tisch stehen. Und sie haben darum gebeten, dass die präparierten Tiere bleiben, weil es sie an vergangene Zeiten erinnert“, erzählt Scholz.

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