Freiwillige Feuerwehr Wildeshausen

120 Einsätze in 2019: Professionell und viel beschäftigt

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Entspanntes Gruppenbild mit dem Bürgermeister: Lutz Ertelt, Werner Schunk, Simon Schmidt (hinten, von links), Bürgermeister Jens Kuraschinski, Henrik Bock und Kathrin Schmidt (vorne, von links).

Wildeshausen - Eine beeindruckende Bilanz hat die Ortsfeuerwehr Wildeshausen während ihrer Jahreshauptversammlung am Samstag im Feuerwehrhaus an der Krandelstraße präsentiert: 120 Mal rückten die Einsatzkräfte aus, mehr als 3400 Stunden lang waren sie dabei tätig. Doch bevor Ortsbrandmeister Lutz Ertelt seinen Bericht vortrug, hatte Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski das Wort. Er dankte den Brandschützern im Namen von Rat und Verwaltung für die geleisteten Einsätze.

Besonders hob er die beiden Großlagen zum Jahresende hervor. „Der Wohnhausbrand am ersten Weihnachtstag hat gezeigt, welchen Belastungen die freiwilligen Einsatzkräfte ausgesetzt sind. Keinem von euch war anzumerken, dass ihr aus den Familien zum Einsatz gerufen wurdet. Alles lief äußerst reibungslos und professionell ab“, würdigte der Verwaltungschef, der damals selbst vor Ort war, den Ablauf. Einige Tage später wurden die Wildeshauser, gemeinsam mit den Nachbarwehren aus Großenkneten und Ahlhorn, in der Silvesternacht bei einer durch dichten Nebel verursachten Massenkarambolage auf der A 1 extrem gefordert.

Kuraschinski richtete seinen Blick aber auch auf die Zukunft: „Mit Weitsicht wurde vom Arbeitskreis Fahrzeuge ein Konzept entwickelt, das dann auch so von den städtischen Gremien anerkannt und angenommen wurde. Wir wollen die Ergebnisse nach und nach umsetzen“, berichtete der Bürgermeister.

Frank Hattendorf (vorne, links) beförderte Sascha Rehders (r.) zum Oberlöschmeister.

Diese Arbeitskreise (AK) der Feuerwehr waren ein zentrales Thema im Bericht des Ortsbrandmeisters. Auf der Grundlage des AK Schutzkleidung habe die Stadt im ersten Schritt bereits 22 Garnituren der neuen Einsatzkleidung beschafft. In den nächsten Jahren sollen alle Einsatzkräfte damit ausgestattet werden. Die unter Leitung von Lars Christian Menke erarbeiteten Ergebnisse das AK Fahrzeuge fänden sich unverändert in der Ausschreibung wieder. Demnach ist für 2020 die Beschaffung eines „Gerätewagen Logistik“ und eines Tanklöschfahrzeugs vorgesehen. 2021 folgt dann ein Löschfahrzeug (LF) 16/2 und 2022 ein LF 8. Fahrgestell und Aufbauten sollen jeweils vom selben Hersteller beziehungsweise Ausrüster stammen, um eine höchstmögliche Kompatibilität zu gewährleisten.

Ertelt ging in seinem Bericht auf bemerkenswerte Einsätze im vergangenen Jahr ein. Dies begann gleich mit einer Himmelslaterne, die brennend ausgerechnet auf dem Dach des Feuerwehrhauses gelandet war. Die Bereitschaft vor Ort löschte die Flammen sofort. „Was dort hätte passieren können, hat man in der Silvesternacht 2019 beim Brand des Affenhauses in Krefeld gesehen“, mahnte Ertelt. Das Unglück dort war von einer solchen Himmelslaterne ausgelöst worden. Im Januar wurde die Feuerwehr vor eine neue Herausforderung gestellt, als ein Elektrofahrzeug verunglückte. Im April rückten die Wildeshauser zu einem Moorbrand nach Goldenstedt aus.

Im ersten Jahr des Führungsduos Lutz Ertelt und seinem Stellvertreter Werner Schunk musste die Feuerwehr insgesamt zu 120 Einsätzen ausrücken. 91 Mitglieder der Einsatzabteilung leisteten dabei insgesamt 3467 Stunden Hilfe. Alle Aktiven der Feuerwehr kamen auf nahezu 26.000 Dienststunden, was einer Stundenzahl von mehr als 200 Stunden pro Mitglied entspricht. Die Feuerwehr konnte im vergangenen Jahr elf neue Mitglieder für sich gewinnen, musste im Gegenzug jedoch sechs Austritte verzeichnen.

Der Ortsfeuerwehr steht in diesem Jahr ein Jubiläum bevor. „Nicht nur die Stadt feiert ein Jubiläum, sondern auch die Feuerwehr Wildeshausen: ,125 Jahre Feuerwehr Wildeshausen heißt es im September‘“, kündigte der Ortsbrandmeister gegen Ende seines Berichtes an.

Die Wiederwahl der beiden Gerätewarte Henrik Bock und Jonas Thiel war eine reine Formsache. Beide wurden für die kommenden drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Hattendorf überbrachte die Grußworte des Kreisfeuerwehrverbands und beförderte Sascha Rehders zum Oberlöschmeister.

Einen Wermutstropfen schenkte Stadtbrandmeister Helmut Müller seinen Kameraden von der Ortsfeuerwehr ein: Simon und Kathrin Schmidt stehen für die Leitung der Jugendfeuerwehr aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Simon Schmidt hatte zuvor noch den Jahresbericht abgegeben. Er war seit 2017 Leiter der Jugendfeuerwehr. Ihre Nachfolger sind aber schon gefunden: Kommissarisch werden Felix Tangemann, Kai Strömer sowie Maik Ehemann ab sofort die Leitung für ein halbes Jahr übernehmen. Offiziell sollen sie dann am Himmelfahrtstag bestätigt werden, so Müller.

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