Forderung: Land soll Zahlungen aufstocken / CDU sichert Unterstützung zu

Privatschule Gut Spascher Sand bittet um Hilfe

Setzen sich für die Privatschule Gut Spascher Sand ein: Karl-Heinz Bley, Jens Kuraschinski, Mareike Wulf, Henning Emler von Maydell und Günter Lübke (von links). Foto: bor

Wildeshausen – Die Privatschule Gut Spascher Sand erwirtschaftet ein monatliches Defizit im hohen fünfstelligen Bereich. Einzig Finanzspritzen der Investoren Renate und Wolfgang Rixen halten die Wildeshauser Privatschule am Leben. „Das kann auf Dauer nicht funktionieren“, sagt Henning Emler von Maydell, seit August 2018 Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH „Gut Spascher Sand Privatschule“. Er fordert, dass das Land seine Zahlungen aufstockt, und rennt damit – zumindest bei der CDU – offene Türen ein.

Die Christdemokraten besuchten die Schule am Freitag in Person der Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und Mareike Wulf sowie des Wildeshauser Ratsherren Günter Lübke. Wulf ist die schulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion und betonte, dass „die freien Schulen ein wichtiger Baustein sind. Ihr Angebot bereichert die Schullandschaft.“ Sie versprach, auf das Kultusministerium zuzugehen, damit das sogenannte Referenzmodell angepasst wird. Im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU ist die Rede davon, dass die Finanzhilfen für freie Schulen „angemessen weiterentwickelt“ werden sollen, um sie „fair zu behandeln“.

Zurzeit ist es so, dass das Land den freien Schulen (ob in kirchlicher oder privater Trägerschaft) 80 Prozent der Gelder zur Verfügung stellt, die eine vergleichbare öffentliche Schule bekommt. Die restlichen 20 Prozent plus das Zusatzangebot, das Privatschulen bereitstellen müssen, um zu überleben, werden durch Mitgliedsbeiträge der Eltern erwirtschaftet. „Die steigen bei uns“, kündigte Emler von Maydell schon an. Das reiche aber nicht.

Knackpunkt ist nach Ansicht des Spasche-Geschäftsführers und der CDU-Politiker, dass die finanziellen Beträge im Referenzmodell in Niedersachsen jahrelang nicht angepasst wurden. Und das, obwohl in letzter Zeit Aufgaben wie Inklusion, Schulsozialarbeit und Co. hinzugekommen sind, die natürlich auch Geld kosten.

Auch Bürgermeister Jens Kuraschinski setzt sich dafür ein, dass die Schule erhalten bleibt. „Dieses Alleinstellungsmerkmal ist für uns als Stadt sehr wichtig.“ Die Kommune bringt sich bereits ein und finanziert die Plätze im Spascher Kindergarten „Eulennest“ mit. Die Zuzahlung war auf Bitte von Emler von Maydell im Sommer aufgestockt worden.  bor

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