Privatpersonen, Vereine und Schulen mit dem Umweltschutzpreis ausgezeichnet

Landkreis belohnt Engagement für die Natur

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Viele glückliche Gesichter gab es gestern bei der Verleihung des Umweltschutzpreises.

Landkreis - Von Karsten Tenbrink. So viele Vorschläge hat die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg in den 24 Jahren ihres Bestehens noch nie bekommen: 17 Nominierungen gab es für den Umweltschutzpreis 2015. Am Ende entschieden sich Beirat und Kuratorium der Stiftung für mehrere Gewinner – und das Budget für die Preisgelder musste aufgestockt werden.

Vier Privatpersonen sowie jeweils zwei Schulen und zwei Vereine durften sich gestern über die Honorierung ihres Engagements für die Natur freuen. Hauptpreisträger ist der Fischereiverein Hude. Für ihre naturgerechte Verbesserung der Bachsysteme der Brookbäke und der Kimmer Bäke belohnte die Naturschutzstiftung den Verein mit einem Preisgeld in Höhe von 750 Euro. Jeweils 400 Euro wandern in die Kassen des Graf-Anton-Günther-Gymnasiums (GAG) des Landkreises in Oldenburg und die Grundschule Hude-Süd. Das GAG kooperiert mit dem Waldpädagogik-Zentrum der Landesforsten in Ahlhorn, indem unter anderem regelmäßige Projekttage im Barneführer Holz organisiert werden. Die Schüler der Einrichtung in Hude pflegen eine Streuobstwiese und wollen künftig noch weitere Projekte zum Schutz von Vöglen auf ihrem Schulhof in Gang bringen.

Für ein ähnliches Engagement nahm Herbert Biese, Vorsitzender der Vogelfreunde 1976 Ganderkesee, ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro entgegen. Der Verein pflegt mehr als 170 Nistkästen und bietet auch für Kinder regelmäßige Aktionen an.

Preisgelder in derselben Höhe bekamen Hans Fingerhut aus Ganderkesee, Wolfgang Klein aus Wardenburg, Hans-Hermann Bruns aus Döhlen (Gemeinde Großenkneten) und Werner Liebl aus Littel (Gemeinde Wardenburg) überreicht.

Fingerhut konnte als Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe von diversen Aktionen berichten, die dank vieler engagierter Mitstreiter verwirklicht wurden. Klein hat sich unter anderem durch Steinkauz-Höhlen und das Bauen von Insektenhotels mit Kindern hervorgetan. Liebl pflegt eine Streuobstwiese mit einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern. Und Bruns duldet auf seinem Hof nicht nur das Nisten von Schwalben, er fördert es auch.

„Als ich vor etwa 45 Jahren nach Döhlen zog, gab es bei uns zwei oder drei Schwalbennester“, berichtete Bruns. „Heute sind es 25 bis 30 – das zeigt, wie eng der Raum für die Tiere geworden ist.“ Denn große Höfe dürften das Nisten der Vögel nicht mehr dulden.

Eigentlich steht für die Preisgelder nur ein Budget von 2000 Euro zur Verfügung, berichtete der Kuratoriumsvorsitzende, Michael Feiner. Aber der Landkreis habe es in Anbetracht der vielen Preisträger aufgestockt.

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