Privatbrauerei Bannas stellt sich vor/Mehr als 600 interessierte Besucher

Es ist angezapft: Erstes Wildeshauser Bier ist da

+
Braumeister Thomas Bannas (M.) konnte sich über viele Besucher in Lohmühle freuen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Vor 100 Jahren wurde in Wildeshausen ein eigenes Bier gebraut. Das ist lange Geschichte, die Brauerei ging in Insolvenz. Doch seit dem Wochenende gibt es erneut echtes Wildeshauser Bier. Die Privatbrauerei Bannas in Lohmühle stellte das erste naturtrübe Pils vor, das auf dem Hof hergestellt wird. Etwa 600 Besucher nahmen die Gelegenheit war, das neue Produkt zu testen.

„Es war ein Kommen und Gehen“, freute sich Inhaber Thomas Bannas gestern über einen interessanten Sonntag. Ab 11 Uhr konnten sich die Bürger informieren. Der Braumeister stand bei allen Fragen Rede und Antwort.

Viele Gäste wollten wissen, wie Bannas überhaupt zum Brauen gekommen ist. Der in Stuhr wohnende Inhaber der Privatbrauerei verwies darauf, dass schon sein Großvater bei Hemelinger und sein Vater bei Haake Beck ihr Handwerk gelernt hatten. Bannas selbst war nicht nur für die Firma Becks in Bremen tätig. Er tourte durch einige Länder der Welt, um dort deutsches Bier zu brauen oder die Bierherstellung zu kontrollieren. In Bayern lernte Bannas auch viele kleine Brauereien kennen und kam auf die Idee, ein eigenes und unverwechselbares Bier herzustellen. So wurde das erste „Bannas“ nach der Rezeptur von Thomas Bannas in Bayern hergestellt und in Flaschen abgefüllt. Das „Spezial“ ist auch weiterhin in Flaschen erhältlich und wird in Süddeutschland gebraut. Seit Sonntag gibt es aus Wildeshausen aber auch das naturtrübe Pils. „Das können wir bislang aber nicht in Flaschen abfüllen“, so Bannas. Eine eigene Abfüllung in Lohmühle sei zu teuer.

Somit wird die Brauerei ihr Bier vorerst in Fässern an die Gastronomie abgeben. Denkbar wäre es jedoch, kleinere Einheiten wie ein Zehn-Liter-Fass für den Privatgebrauch zu füllen. „Wir müssen langsam wachsen. Unser Weg ist noch weit“, sagte Bannas, der sogar von Rewe eine Anfrage hatte, ob er sein Bier in größeren Mengen liefern könnte.

Begeistert war Bannas, das auch viele junge Leute die Gelegenheit nutzten, sich über die Bierherstellung zu informieren. Selbstverständlich wurde der Gerstensaft fleißig ausgeschenkt. Dazu gab es Flammkuchen vom Dorfladen aus Colnrade und Spezialitäten aus dem Smoker, die Frank Stauga vom „Alten Amtshaus“ servierte.

Wer ganz praktisch ausprobieren möchte, wie ein Bier gebraut wird, hat dazu am 5. Oktober in der Privatbrauerei die Möglichkeit. Im Rahmen eines Seminars mit Frühstück, viergängigem Mittagessen und vielem mehr zeigt Bannas, wie es geht. Die Kosten liegen bei 85 Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet.

www.bannas-bier.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Arme Staaten ziehen bittere Klima-Bilanz: "Nichts erreicht"

Arme Staaten ziehen bittere Klima-Bilanz: "Nichts erreicht"

EU will angeschlagener May helfen - aber nur mit Worten

EU will angeschlagener May helfen - aber nur mit Worten

Hoffnung in der Not: Waffenruhe für zentralen Hafen im Jemen

Hoffnung in der Not: Waffenruhe für zentralen Hafen im Jemen

Star-Hochzeit in Indien mit Beyoncé und Clinton

Star-Hochzeit in Indien mit Beyoncé und Clinton

Meistgelesene Artikel

Putenstall in Flammen: 4.000 Tiere sterben

Putenstall in Flammen: 4.000 Tiere sterben

Inhaber des Loses 3.964 gewinnt den „Thermomix“

Inhaber des Loses 3.964 gewinnt den „Thermomix“

Zu hohes Risiko: „Genuss am Fluss“ fällt 2019 aus

Zu hohes Risiko: „Genuss am Fluss“ fällt 2019 aus

Horst Dietz: „Wir würden eine sechsspurige A 1 sehr befürworten“

Horst Dietz: „Wir würden eine sechsspurige A 1 sehr befürworten“

Kommentare