Planungsgemeinschaft legt Politik Liste vor / Zentrale Schulbushaltestelle und Fahrradstraßen

Prioritäten für Innenstadtverkehr

Zur Fußgängerzone wird die Westerstraße nur während des Marktes. Diese Lösung hat sich bewährt.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Die Planungsgemeinschaft Verkehr stellte gestern im städtischen Bau- und Umweltausschuss sowie dem Schulausschuss das Gesamtergebnis einer Untersuchung zum Verkehr in Wildeshausen vor. Die Ausschüsse konnten zwar über die Ergebnisse diskutieren. Konkrete Handlungsaufträge waren jedoch nicht möglich, weil dazu noch viel Abstimmung erforderlich ist.

Ingenieur Rainer Dargel und Geographin Juliane Rudert referierten zu den drei Teilbereichen „Optimierung Schülerverkehr“, „Erschließung der Radverkehrspotenziale“ und „Innenstadtverträgliche Verkehrslenkung“. Im Anschluss stellten sie den Politikern eine Prioritätenliste vor. Wichtigste Aufgabe ist demnach, die Radwegebenutzungspflicht zu prüfen. Zahlreiche Wege in Wildeshausen, die auch von sehr vielen Schülern genutzt werden, weisen nicht die erforderliche Mindestbreite von 2,50 Metern auf. Theoretisch wäre es denkbar, an diesen Stellen die Benutzungspflicht aufzuheben, so dass Radfahrer die Fahrbahn benutzen könnten. Da das gefährlich sei, müsse, so Dargel, jeder Einzelfall geprüft werden.

Ganz wichtig ist nach Einschätzung der Gutachter, eine zentrale Schulbushaltestelle zu schaffen. Diese könnte an der Schillerstraße liegen und Platz für bis zu elf Busse bieten. Für alle Personen bis auf Anwohner gäbe es ein temporäres Durchfahrverbot. Somit müssten Schüler, die mit dem Auto gebracht werden oder selbst mit dem Auto kommen, von einem Elternparkplatz an der Humboldtstraße zu Fuß zu ihrer Schule laufen. „Das fördert die Bewegung von Schülern und ist ein Beitrag zur Gesundheitsvorsorge“, so Dargel.

CDU-Ratsherr Stefan Brors hielt die Idee für gut, monierte aber, dass noch kein Vertreter des Landkreises, der für die Schulbusbeförderung zuständig sei, an den Abstimmungsgesprächen teilgenommen habe. „So kommen wir nicht weiter.“ Zudem, so Uwe Leinemann (CDU) sei der Landkreis nicht mit Zebrastreifen einverstanden, die von Dargel für die Straßenquerung in die Pläne eingezeichnet worden seien.

Für kontroverse Diskussionen sorgten die Vorschläge Dargels für die Innenstadt. Der Ingenieur hält eine Einbahnstraßen- oder eine Fahrradstraßenregelung auf Wester- und Huntestraße für sinnvoll. Damit könnte man die 1 500 Fahrzeuge, die ohne zu halten durch die Stadt fahren, aus dem Hauptgeschäftsbereich herausholen. Die Möglichkeit, eine Fußgängerzone einzurichten, nannte Dargel zwar, doch der Widerstand der Geschäftswelt dagegen ist groß. Über die weitere Diskussion berichten wir morgen.

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