Gesundheits- und Sozialministerin ehrt Wildeshauser

Preiswürdiges Projekt bringt Haupt- und Realschülern die Praxis näher

Laudator Dr. Jörg Berling von der Kassenärztlichen Vereinigung (l.) mit den Gewinner aus Wildeshausen und Gesundheitsministerin Carola Reimann. (4.v.l). - Foto: Ministerium
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Laudator Dr. Jörg Berling von der Kassenärztlichen Vereinigung (l.) mit den Gewinner aus Wildeshausen und Gesundheitsministerin Carola Reimann. (4.v.l).

Wildeshausen - Das Kooperationsprojekt der Berufsbildenden Schulen (BBS) mit der Hauptschule und der Realschule in Wildeshausen ist von Niedersachsens Gesundheits- und Sozialministerin Carola Reimann am Dienstag mit dem Gesundheitspreis für innovative Projekte in Niedersachsen ausgezeichnet worden. Der Gesamtpreis beträgt 15 000 Euro und wurde auf drei Gewinner aufgeteilt, die je 5 000 Euro bekamen. Weitere Gewinner sind der „Mädchen*KLUB – Bauchgefühle durch soziale Medien“ aus Oldenburg sowie das Projekt „HaT – Hausarzt mit Telemedizin“ des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück.

„Die auszeichneten Preisträger zeigen Beispiele gelebter Praxis auf und sind dabei kreativ und zukunftsrelevant“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. „Die Gewinner treffen den Nerv der Zeit, wenn es um die aktuellen und künftigen Herausforderungen unseres Gesundheitssystems geht. Sie zeigen uns ermutigende und lebensnahe Ansatzpunkte auf, die unser Gesundheitssystem nachhaltig weiter verbessern“, wird die Ministerin zitiert.

Die BBS kooperiert seit Beginn des Schuljahres 2016/2017 mit der Haupt- und der Realschule. Ziel ist es, den Schülern einen breiten beruflichen Überblick über die unterschiedlichen Pflegebereiche zu liefern. Hierfür wurde eine Schüler-AG mit bis zwölf Teilnehmern ins Leben gerufen, um vier Stunden pro Woche zum Thema Pflege zu unterrichten. Eine Besonderheit besteht darin, dass sich in diesem Kontext verschiedene Pflegeeinrichtungen (ambulante, stationäre Pflege, Tagespflege, Schwerpunkt auf diversen Erkrankungen) den Schülern vorstellen und die Einrichtungen im Gegenzug besucht werden. So können nach Angaben der Schulen erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern geknüpft, die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten verdeutlicht und Vorurteile abgebaut werden. Folglich kann eine frühzeitige Überzeugung der Schüler in der Berufsfindungsphase von den positiven Seiten der Pflegeberufe resultieren.

Um die gesundheitliche Versorgung mit gut qualifizierten Fachkräften zu sichern, braucht es nach Einschätzung des Ministeriums neben guten Arbeitsbedingungen zuallererst Bewerber auf ausgeschriebene Ausbildungsplätze. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen unterstützt deshalb den Gesundheitspreis bereits seit 2011. In diesem Engagement sieht sich Jörg Berling, stellvertretender Vorsitzender, mit dem Blick auf die ausgezeichneten Preisträgerinnen und Preisträger der Gesundheitsregion im Landkreis Oldenburg bestätigt: „Hier findet schon in der Schule eine Vernetzung der Jugendlichen mit möglichen Arbeitgebern in der Region statt.“ 

dr

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