Preis von 3,1 Millionen Euro berücksichtigt offenbar viele Maßnahmen noch nicht

Rätselraten für die Politik: Was kostet die Feuerwehr?

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Still ruht die Pagenmarsch. Hier soll aber bald gebaut werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Eigentlich sollte in diesem Jahr in der Pagenmarsch das neue Feuerwehrhaus eingeweiht werden. Der interessierte Betrachter sieht aber lediglich eine Sandwüste. Der erste Spatenstich wird nicht in diesem Jahr erfolgen. Und die Befürchtung ist groß, dass das neue Gebäude und die Nebenanlagen nicht wie veranschlagt 2,8 Millionen Euro kosten werden, sondern deutlich über drei Millionen Euro.

Selbst die gestern veröffentlichten 3,1 Millionen Euro, die der Projektcontroller genannt haben soll, dürften kaum die Realität treffen. Denn in diesem Preis sind nach Einschätzung gut informierter Wildeshauser nur das Gebäude und die einfachen Außenanlagen enthalten. In die Kalkulation müssen aber auch noch die Einrichtung, das Honorar für den Controller, die Sicherheitsvorkehrungen bei der Ein- und Ausfahrt, der Ausgleich des Höhenunterschiedes und die Entschärfung der Kurve der Krandelstraße eingerechnet werden. Für viele Maßnahmen wurden dem Stadtrat bislang keine Unterlagen vorgelegt. Es fehlt auch an finanziellen Kalkulationen. Nun hoffen viele Politiker, dass bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 8. Dezember verlässliche Zahlen vorgelegt werden. Der Tagesordnungspunkt 15 befasst sich mit der Kostenentwicklung, Unterlagen wurden dazu aber bislang nicht eingestellt.

Das Unbehagen angesichts der sehr langwierigen Planungen ist bei der Politik groß. Bestrebungen, dem Architekten den Auftrag zu entziehen, waren auf jeden Fall wirkungslos – obwohl es bereits zu Beginn der Arbeiten deutliche Irritationen gab, was die Größe des Gebäudes und die Anforderungen durch die Feuerwehrunfallkasse gab.

Nicht zuletzt wegen der unklaren Lage beim Feuerwehrhausbau stoppten die Politiker die Haushaltsberatungen für 2016. Sie sind es Leid, bei dem Thema weitere negative Erfahrungen zu machen, denn schon die Koten für die Sanierung der Fläche in der Pagenmarsch schnellten von 868000 Euro auf 2,85 Millionen Euro hoch. Noch immer liegt zu dieser extremen Steigerung kein Abschlussbericht vor. Bislang gibt es keine eindeutige Antwort auf die Frage, wer für das Desaster verantwortlich zu machen ist. Angesicht der absolut positiven Erfahrungen mit dem Bau des Hallenbades beschlossen die Politiker, einen Controller einzusetzen. Dem Vernehmen nach ist dieser sich aber mit dem Planer nicht einig, was an Kosten auf die Stadt Wildeshausen zukommt.

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