SPD-Antrag zu Übergangsfinanzierung

Prävention soll MGH stärken

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Wie sieht die Zukunft des Mehrgenerationenhauses in Wildeshausen aus, wenn die staatliche Förderung am 31. Dezember 2011 ausläuft? Alle Beteiligten sind sich einig, dass eine derartig gut frequentierte Einrichtung in der Kreisstadt nicht geschlossen werden darf. Doch bislang gibt es nur politische Absichtserklärungen – und nun einen Antrag der SPD im Deutschen Bundestag.

Ursprünglich war von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplant gewesen, den 500 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland eine Anschubfinanzierung über fünf Jahre zu gewähren. Dann, so die optimistische Annahme, sollten diese generationsübergreifenden Zentren in der Lage sein, sich durch Angebote für die Bürger selbst zu finanzieren. Ein Trugschluss. Die Gegenwart zeigt, dass die Mehrgenerationenhäuser von der Bevölkerung zwar gut angenommen werden. Doch viele der Besucher sind nicht zahlungskräftig. Die Niedrigschwelligkeit würde verschwinden, wenn verstärkt Gebühren erhoben würden.

Der heimische SPD-Bundestagskandidat Holger Ortel zeigt sich in einem Brief an den DRK-Kreisvorsitzenden Gerold Sprung besorgt darüber, dass noch keine Anschlussfinanzierung für die Mehrgenerationenhäuser vorliegt. „Seit einigen Monaten weist die SPD-Bundestagsfraktion die Bundesregierung darauf hin, dass sie hier dringend etwas tun muss“, so Ortel. „Die zuständige Bundesfamilienministerin Köhler hat es aber bislang unterlassen, ein Konzept für eine Anschlussfinanzierung vorzulegen. Die Bundesregierung verpasst hier die Chance, die mühsam vor Ort aufgebauten Strukturen zukunftsfest zu machen.“

Die Sozialdemokraten verfolgen mit ihrem Antrag, der unter anderem von Franz Müntefering und Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet ist, den Ansatz, die bisherige Ausrichtung der Mehrgenerationenhäuser gezielt um den neuen Schwerpunkt Prävention und Gesundheitsförderung zu erweitern. „Die Häuser sollen weiterhin alle Generationen ansprechen und ihre vielfältigen Angebote ergänzen“, erklärt Ortel. „Um es nicht zu einer Finanzierungslücke kommen zu lassen, fordern wir, die Finanzierung übergangsweise zu verlängern.“

Die Sozialdemokraten regen auch an, eine enge Zusammenarbeit zwischen den Krankenkassen und den Mehrgenerationenhäusern anzustreben, um gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie „gesunde Stadt“, „gesunde Kita“ und „gesunde Schule“ zu stärken. Es sei zu prüfen, inwieweit Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds zur Finanzierung von Mehrgenerationenhäusern auch zukünftig genutzt werden könnten.

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