Neubau voraussichtlich bis Oktober

Postzustellstützpunkt mit Solardach

Es geht voran: Das neue Postzustellzentrum in Wildeshausen soll bis Oktober bezugsfertig sein.
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Es geht voran: Das neue Postzustellzentrum in Wildeshausen soll bis Oktober bezugsfertig sein.

Wildeshausen – Das neue Postzustellzentrum kommt ein wenig später nach Wildeshausen – dafür laut aktuellen Planungen aber mit großem Solardach, von dem aus Strom in die eigene Fahrzeugflotte sowie ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Ursprünglich sollte das Gebäude an der Böttcherstraße schon dieses Frühjahr fertiggestellt werden. Nun setzt der Projektentwickler „1980 Real Estate“ aus Bremen nach eigenen Angaben alles daran, die Halle bis zum Oktober bezugsfertig zu haben.

Die Verzögerungen für das Projekt in der Kreisstadt hatten mehrere Gründe. In erster Linie ging es um die Baugenehmigung. Diese lag erst im Januar vor – deutlich später als geplant. Als die Genehmigung vor vier Monaten vorlag, hieß es, man brauche bis zu acht Monate bis zur Fertigstellung. Der Start verzögerte sich jedoch dann noch einmal wegen des Wetters.

Das Bauschild am Grundstück kündigt die Dauer der Arbeiten mit einer Länge von neun Monaten an. Immerhin ist das Fundament für das Zentrum jetzt gelegt, der Stahlaufbau steht zu großen Teilen und hat bereits Außenwände.

Für die Deutsche Post DHL Group sind die Verzögerungen kein Problem, weil man noch am bisherigen Standort bleiben kann. Zurzeit nutzt das Unternehmen einen Zustellstützpunkt an der Visbeker Straße. Von dort aus werden Briefe und Pakete in die Stadt Wildeshausen und die Gemeinde Dötlingen gefahren. Das neue Verteilzentrum steht auf einem knapp 5 000 Quadratmeter großen Eckgrundstück. Die Post mietet die Immobilie für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren.

Der neue Standort ist nach Angaben der Post erforderlich, weil das Unternehmen künftig die Zustellung mit 41 Elektrofahrzeugen (Streetscooter) bewerkstelligen will. Dazu bedarf es einer leistungsstarken Infrastruktur für die Stromversorgung.

„Bis diese fertig hergerichtet ist und die Streetscooter angeliefert sind, wird es nach dem Umzug noch einige Zeit dauern“, berichtet Post-Pressesprecher Stefan Laetsch. „Insgesamt werden am Standort knapp 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein und die Kreisstadt Wildeshausen, die Gemeinde Dötlingen und die Samtgemeinde Harpstedt versorgen.“

Diese Mitarbeitenden können sich aller Voraussicht nach darauf freuen, mit einem neuen Streetscouter-Modell unterwegs zu sein. Laetsch: „Erste Prototypen des Streetscooter Gigabox mit einem Ladevolumen von zwölf Kubikmetern und Platz für rund 240 Pakete sollen noch in diesem Jahr eingesetzt werden.“

Seinen Angaben zufolge eignen sich Elektrofahrzeuge besser als Verbrenner für Fahrten mit Start-Stopp-Verkehr, wie in der Brief- und Paketzustellung üblich. Jedes Fahrzeug spare dabei vier Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr im Vergleich zu einem konventionellen Fahrzeug ein. Ergänzt wird die Elektroflotte durch E-Bikes und E-Trikes, dreirädrige elektrisch betriebene Lastenräder. Aufgrund ihrer hohen Zuladungskapazität ermöglichen sie die Mitnahme von kleinen Paketen.

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