45 Elektrofahrzeuge geplant

Postverteilzentrum soll bis Sommer 2021 stehen

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Das Verteilzentrum der Post an der Visbeker Straße soll nur noch ein Jahr lang genutzt werden. 

Wildeshausen – Die Pläne, auf einem rund 6000 Quadratmeter großen Areal an der Böttcherstraße/Gerberstraße in Wildeshausen ein neues Paketverteilzentrum für die Deutsche Post zu errichten, haben sich offenbar konkretisiert. Wie Wildeshausens Wirtschaftsförderer Claus Marx auf Nachfrage mitteilte, hat die Firma 1980 Real Estate aus Bremen den Zuschlag für das Areal erhalten.

Nicht zum Zuge gekommen ist damit ein zweiter Investor: Logistik-Line aus Zeven. Deren Geschäftsführer Jannah El Aridi teilte auf Nachfrage mit, dass die Post derzeit kein Interesse mehr an dem Projekt hat.

Das ist offenbar aber nur die halbe Wahrheit, denn das ehemalige Staatsunternehmen hat sich offenbar für den anderen Investor entschieden, der mit im Rennen war. Nach Informationen unserer Zeitung hatte der ein günstigeres Angebot bei der Post abgegeben.

Beide Altstandorte werden aufgelöst

Der Stadtrat hatte einem Verkauf der Fläche am 26. September zugestimmt. Laut Sitzungsvorlage möchte die Post 50 bis 55 Jobs in Wildeshausen anbieten. Das sind aber kaum mehr als die bisher in Harpstedt und der Kreisstadt vorhandenen Stellen. Beide Altstandorte dürften in einem Jahr aufgelöst werden. Die Briefe und Pakete sollen von dem neuen Zentrum aus mit 45 Elektrofahrzeugen, sogenannte „Street-Scooter“, ausgeliefert werden. Dafür ist eine sehr leistungsfähige Stromversorgung nötig.

Diese Voraussetzungen und den benötigten Platz kann der Besitzer des bestehenden Verteilzentrums, Helmut Müller, am Standort Visbeker Straße nicht bieten. „Dafür ist es zu klein“, so Müller, dessen Vertrag mit der Post seinen Angaben zufolge noch nicht gekündigt wurde.

Investor arbeitet bereits mit der Post zusammen

Die Firma 1980 Real Estate arbeitet nach eigenen Angaben seit Jahren eng mit der Post zusammen. So baut der Investor aktuell ein komplett neues Postverteilzentrum im Gewerbegebiet Kreuzkrug in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Die Fertigstellung des 2,5 Millionen teuren Objektes soll bis Ende des Jahres erfolgen. Geschäftsführer Christian Schlemm teilt auf der Homepage seiner Firma mit: „Wo die Post keine Eigeninvestition betreibt, da übernehmen wir.“ Der Bremer Investor übernehme den Bau des Objektes und vermiete es anschließend für 15 Jahre an das Postunternehmen. Für eine persönliche Stellungnahme war Schlemm am Montag nicht zu erreichen.

Laut einem gut informierten Insider gibt es keine offiziellen Bestätigungen von den Beteiligten, weil die Baugenehmigung für das Zentrum noch nicht erteilt worden ist. Die Post soll aber planen, den Neubau nach dem Ende des nächsten Weihnachtsgeschäftes, also ab Februar bis spätestens Sommer zu beziehen. Die betroffenen Mitarbeiter seien informiert, heißt es. Sie freuten sich auf den Umzug.

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