Heimatforscher Alfred Panschar präsentiert neuen historischen Kalender

Postkarten zeigen das alte Wildeshausen

Stellten den Kalender vor: Verleger Harald Nienaber, Heimatforscher Alfred Panschar, Frauke Rykena, deren Vater die Postkarten gesammelt hatte, und Peter Gebhard von der Gilde-Buchhandlung (von links).
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Stellten den Kalender vor: Verleger Harald Nienaber, Heimatforscher Alfred Panschar, Frauke Rykena, deren Vater die Postkarten gesammelt hatte, und Peter Gebhard von der Gilde-Buchhandlung (von links).

Wildeshausen – Ob die freie Sicht aus Richtung Hunte auf die St.-Peter-Kirche, bevor die Volkshochschule und die Wittekindstraße existierten, ein Blick in die Wildeshauser Kneipen oder Aufnahmen des historischen Rathauses: Der neue Kalender, den Heimatforscher Alfred Panschar am Mittwoch in der Gilde-Buchhandlung vorgestellt hat, zeigt das alte Wildeshausen, und zwar auf Postkarten.

Diese lagerten jahrzehntelang auf dem Dachboden, bis sich Panschar an Peter Rykena erinnerte. Den kannte er noch von früher, als sie beide in Oldenburg gearbeitet hatten. Und er wusste um dessen Sammelleidenschaft. Schnell war der Kontakt zu Rykenas Tochter Frauke hergestellt, die noch rund 400 alte Postkarten von ihrem Vater aufbewahrte. Letzterer war schon 1990 verstorben und hatte auf Flohmärkten immer eifrig nach Postkarten Ausschau gehalten. Das lag nahe, hatte er doch als Fernmeldetechniker bei der Post gearbeitet. Erst an der Heemstraße in Wildeshausen und dann in Oldenburg.

Panschar sichtete, scannte ein, sortierte und wendete sich schließlich an Harald Nienaber vom Verlag Haus der Werbung aus Verden, mit dem er schon seit Jahren zusammenarbeitet. „Erst war Herr Nienaber ein bisschen skeptisch“, plauderte Panschar aus dem Nähkästchen. Aber dann ließ er sich doch überzeugen und gestaltete einen Kalender. Auffällig dabei ist, dass es sich nicht etwa um kleinformatige Seiten handelt, die den Postkarten entsprechen, sondern um große Flächen, auf denen jeweils vier bis fünf Karten verteilt sind – im Quer- und Hochformat. Insgesamt enthält der Kalender rund 50 Wildeshausen-Ansichten und am Ende noch eine Widmung für Peter Rykena.

„Mein Vater würde sich bestimmt freuen“, sagte Frauke Rykena, die eigens zur Vorstellung des Kalenders aus Oldenburg angereist war. „Ich freue mich immer, wenn ich in Wildeshausen bin.“ Die Postkarten enthalten übrigens auch manche kuriose Fehldrucke wie die „Georgstraße“, wie es unter einem Foto der Kirchstraße heißt. „Ich kann mir das nicht erklären“, so Panschar, der vor allem eine Abbildung für besonders interessant hält: die ganz alte Orgel an der Nordempore in der Alexanderkirche.

Erhältlich

Der Kalender „Ansichten aus Wildeshausen“ ist in einer Erstauflage von 100 Stück erschienen und kostet 19,80 Euro. Erhältlich ist er bei der Gilde-Buchhandlung, bökers am Markt, beim Verkehrsverein und bei Panschar selbst.

Von Ove Bornholt

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