Zustellstützpunkt: Baugenehmigung lässt auf sich warten

Post kommt später

Viel Platz für neues Gewerbe: An der Böttcherstraße liegen noch einige Flächen brach.
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Viel Platz für neues Gewerbe: An der Böttcherstraße liegen noch einige Flächen brach.

Wildeshausen – Manche Baugenehmigungen dauern offensichtlich etwas länger. Dazu gehört der Zustellstützpunkt der Deutschen Post, der eigentlich bereits ab nächstem Frühjahr in Betrieb genommen werden sollte. Doch auf dem Grundstück an der Böttcherstaße gibt es noch keinerlei Aktivitäten, obwohl der Investor, der Bremer Immobilien- und Projektentwickler „1980 Real Estate“, schon für Mitte August mit der Baugenehmigung gerechnet hatte.

Jetzt wird das wohl erst Anfang November, der Fall sein. Nach Angaben von Christian Schlemm, Geschäftsführer des Projektentwicklers, muss noch die Statik genehmigt werden. „Eine Fertigstellung wird bis zum Sommer 2021 angestrebt“, schreibt er.

Ob es für die Deutsche Post DHL Group ein Problem ist, dass sich das Projekt weiter verzögert? Pressesprecher Stefan Laetsch sieht das entspannt. Man rechne nicht mit Problemen, denn man könne am bisherigen Standort durchaus bis zum Sommer bleiben. Zurzeit nutzt das Unternehmen einen Zustellstützpunkt an der Visbeker Straße. Von dort aus werden Briefe und Pakete in die Stadt Wildeshausen und die Gemeinde Dötlingen gefahren. Das genutzte Gebäude wurde von Helmut Müller errichtet und an die Post vermietet.

Das neue Verteilzentrum soll auf einem knapp 5 000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen. Die Post mietet die Immobilie für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren.

Der neue Standort ist nach Angaben der Post erforderlich, weil das Unternehmen künftig die Zustellung mit bis zu 45 Elektrofahrzeugen vom Modell „Street Scooter“ bewerkstelligen will. Dazu bedarf es einer leistungsstarken Infrastruktur für die Stromversorgung, um die E-Fahrzeuge zu laden.

Vom neuen Zustellstützpunkt aus wird auch die Samtgemeinde Harpstedt versorgt. Die Zahl von 50 bis 55 Mitarbeitern soll sich nicht ändern. „Der neue Zustellstützpunkt in Wildeshausen trägt dazu bei, dass wir weiterhin unsere Zustellung von Briefen und Paketen an sechs Tagen in der Woche sicherstellen können“, erklärt Laetsch.

„1980 Real Estate“ erstellt das Verteilzentrum als einen klassischen Industriebau. Es stehen etwa 1 100 Quadratmeter zur Verfügung. Das Investitionsvolumen beträgt etwa 2,5 Millionen Euro.  dr

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