In Düngstrup müsste der Flächennutzungsplan geändert werden

Positives Votum für neuen Bürgerwindpark

So könnte der neue Bürgerwindpark in Düngstrup aussehen.
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So könnte der neue Bürgerwindpark in Düngstrup aussehen.

Wildeshausen - Einem „Repowering“ im Windpark Düngstrup steht aus Sicht der Kommunalpolitik vorerst nichts im Wege. Der Fachausschuss empfahl gestern Abend, die Änderung des Flächennutzungsplanes anzustreben. Im Rahmen der öffentlichen Auslegung können Bürger dann eventuelle Bedenken formulieren.

Ziel der Firma „WestWind“ ist es, von den bestehenden acht Anlagen mit einer Höhe von 100 Metern fünf zu entfernen. Dafür sollen vier neue Anlagen installiert werden, die eine Gesamthöhe von etwa 200 Metern haben werden. Die neuen Mühlen haben eine zehnfach höhere Leistung und dürften pro Anlage zehn bis zwölf Millionen Kilowattstunden erwirtschaften. Ziel ist es, einen Bürgerwindpark anzulegen, an dem sich Bürger mit einem Einsatz von mindestens 5 000 Euro beteiligen können. 90 Prozent der Gewinne sollen bei den Bürgern oder bei der Stadt bleiben und somit für eine Wertschöpfung vor Ort sorgen.

Die Änderung des Flächennutzungsplanes ist möglich, weil es keine Begrenzungen mehr durch Flugbewegungen vom Ahlhorner Flugplatz gibt. Brut- und Rastvögelzählungen sowie Fledermauskartierungen haben ergeben, dass in dem Gebiet keine Arten vorkommen, die hochgradig bedroht sind.

Christa Plate (CDU) konnte sich mit dem Vorhaben gut anfreunden. „Das umso mehr, weil der Projektträger eine vollständige Kostenübernahme zugesichert hat“, betonte sie.

Auf Nachfrage von Artur Gabriel (CDU) machte der der „WestWind“-Vertreter gestern deutlich, dass die Altanlagen in anderen Regionen der Welt weiter verwendet werden sollen. Drei Altanlagen bleiben stehen, um Anteilseignern die Möglichkeit zu geben, weiter mit ihren Einlagen wirtschaften zu können. Helmut Müller (FDP) erkundigte sich, ob die Leitungskapazitäten vor Ort ausreichen. Das wurde von der EWE schon positiv geprüft. Mit dem ersten Votum möchte die Dorfgemeinschaft in Düngstrup nun in die weitere Diskussion vor Ort gehen. · dr

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