Positives Fazit der Wildeshauser Schulen/150.000 Euro jährlich von der Stadt

Schulsozialarbeit: Bedarf wird deutlich steigen

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Sozialarbeit wird zunehmend wichtig in den Schulen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die freiwillige Leistung der Stadt Wildeshausen, Schulsozialarbeit zu finanzieren, wurde von den Schulen am Donnerstag im Rat ausdrücklich gelobt. Deutlich wurde aber auch, dass die Anstrengungen wohl noch verstärkt werden müssen.

Der Leiter der Realschule, Jan Pössel, zeigt in einem Vortrag über die Situation an Real- und Hauptschule sowie den drei Grundschulen auf, welches breite Spektrum die Schulsozialarbeiter abdecken. Neben persönlichen Problemen von Schülern müssen im zunehmenden Maße auch die Schwierigkeiten bewältigt werden, die durch den Zuzug von Flüchtlingen auf die Schulen zukommen. „Seit Ende des vergangenen Jahres sind die Stellen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für die Schulsozialarbeit weggefallen“, so Pössel. „Die Kinder sind aber noch da.“

Rund 150000 Euro zahlt die Stadt jährlich für Sprachmittler und Schulsozialarbeiter. „Wir müssen keine Hellseher sein, zu wissen, dass wir weiter investieren müssen“, so Günter Lübke von der CDU. Rainer Kolloge (UWG) drückte es drastischer aus: „Der Schwerpunkt werden zunehmend Kinder und Familien mit Migrationshintergrund sein. Da wird der Bedarf deutlich wachsen.“ Somit sei es auch kein Wahlkampf, weitere Stellen für Schulsozialarbeit und Dolmetscher zu fordern. „Die Unterrichtsqualität leidet, wenn wir dort zu wenig investieren.“

„Wir müssen frühzeitig eingreifen und entsprechendes Personal zur Verfügung stellen“, erklärte auch Hermann Hitz (UWG). Er verwies aber ebenso wie Lübke darauf, dass es sich eigentlich um Aufgaben des Landes handelt. „Das müssen wir immer wieder deutlich machen“, so Lübke.

„Es ist gut, dass wir das hier in Wildeshausen in die Hand genommen haben“, lobte Ulrich Becker (SPD). „Das haben alle Parteien gleichermaßen getragen.“

„Wir wollen, dass sich die Leute integrieren. Das geht besonders gut über die Kinder“, ergänzte Kolloge. Schon für den nächsten Schulausschuss liegt ein Antrag der UWG vor, das Engagement der Stadt zu erhöhen. Danach müssten weitere Stellen an allen Schulen eingerichtet werden.

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