Verkauf kurz vor Abschluss

Nordmann steigt verstärkt in Planungen für Braugasthaus in der Villa Knagge ein

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Mit einem gläsernen Anbau soll das Seminarhaus zu einer Brauerei mit Shop umgestaltet werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Verhandlungen zum Verkauf der Villa Knagge in Wildeshausen befinden sich auf der Zielgeraden. Der Kirchenausschuss der St.-Peter-Gemeinde hat dem Verkauf bereits vor Wochen zugestimmt. Provisor Bernhard Kramer bereitet derzeit die Kaufverträge vor, denn die Beteiligten haben sich auf die Kosten geeinigt. Außerdem sind alle Parteien daran interessiert, den Handel schnell über die Bühne zu bringen.

„Derzeit laufen noch alle Verhandlungen“, ist die Auskunft von Ludger Heuer, Pressesprecher des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta. Dennoch haben die entscheidenden Personen bereits „positive Signale“ bekommen. „Wir sind jetzt voll in die Planungen eingestiegen“, teilt Roland Damme, Geschäftsführer von Nordmann-Getränke aus Wildeshausen, mit. Das Traditionsunternehmen möchte die denkmalgeschützte Immobilie an der Ahlhorner Straße kaufen und für einen Betrag von bis zu zwei Millionen Euro sanieren.

Die Villa sowie das nebenan liegende Seminarhaus und der Kindergarten Knaggerei gehören der katholischen Kirche. Alle Gebäude sind per Erbpachtvertrag der Stiftung Johanneum überlassen worden, die nun aus diesem Vertrag austritt, aber für den Kindergarten in einen neuen Vertrag einsteigt. Sowohl die Stiftung als auch Nordmann müssen eine sechsstellige Summe an die Kirche überweisen. 

Die Stiftung hatte das Gebäude im Laufe der Jahre nicht im geforderten Maße erhalten, aber hohe Mieteinnahmen gehabt. Sie muss deshalb einen Beitrag leisten. Nordmann übernimmt das Seminarhaus allerdings mit der Volkshochschule als Mieter und muss mit dem Vereinsvorstand über alternative Standorte verhandeln – sobald der Kaufvertrag abgeschlossen ist.

Das Seminarhaus neben der Knaggerei wird derzeit von der Volkshochschule genutzt.

Wenn die Unterschriften beim Notar geleistet wurden, geht es für Nordmann erst richtig los, denn schnellstmöglich soll an der Ahlhorner Straße ein Craft-Beer-Braugasthaus mit Brauerei entstehen. „Diese für Wildeshausen so prägnante Immobilie zu erhalten und hierfür ein Konzept zu entwickeln, ist für mich zur Herzensangelegenheit geworden“, so Firmeninhaber Fritz-Dieter Nordmann bei der Bekanntgabe seiner Pläne. Er stützt sich auf Entwürfe des Architekten Stephan Damke und des Innenarchitekten Thomas Hinsche, die alle schützenswerten Elemente erhalten und in das moderne Brauhauskonzept überführen wollen. 

Die Brauerei ist dann Herzstück der Planungen – auch wenn sie nicht im denkmalgeschützten Bereich liegt. „Damit wird in unmittelbarer Nachbarschaft zur ehemaligen Brauerei Schloss Wittekind wieder Wildeshauser Bier gebraut“, freut sich Nordmann. So schließt sich für das Unternehmen ein Kreis, denn auf dem Gelände der alten Brauerei in der Nachbarschaft hatte Nordmann im Jahr 1918/19 seine Aktivitäten in Wildeshausen mit einem Lagerplatz aufgenommen.

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