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Polnische Schüler zu Gast in Wildeshausen: Im Austausch Verständnis entwickeln

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Von: Ove Bornholt

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Europäischer Austausch: BBS-Leiter Jens Haar und Lehrerin Christa Evers (von rechts) begrüßten die zwölf polnischen Schülerinnen mit ihren Lehrerinnen Magdalena Kluga-Maron und Monika Bukowska.
Europäischer Austausch: BBS-Leiter Jens Haar und Lehrerin Christa Evers (von rechts) begrüßten die zwölf polnischen Schülerinnen mit ihren Lehrerinnen Magdalena Kluga-Maron und Monika Bukowska. © bor

Zwölf polnische Berufsschülerinnen besuchen für zwei Wochen die Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen. Aus einem Praktikum in Betrieben wurde aber nichts.

Wildeshausen – Zwölf polnische Berufsschülerinnen, die später in der Gastronomie arbeiten wollen, sind jetzt für zwei Wochen für ein Betriebspraktikum in Wildeshausen angekommen. Allerdings war es anders als in den Vorjahren coronabedingt nicht möglich, alle in einer Großküche oder einem Restaurant unterzubringen, sodass das Praktikum schulisch in den Berufsbildenden Schulen (BBS) in der Kreisstadt absolviert werden muss.

Bei der Besichtigung der Schule am Freitagmorgen ging BBS-Leiter Jens Haar jedoch auf einen anderen, mindestens ebenso wichtigen Aspekt des Besuchs ein: die Völkerverständigung. Gerade in diesen Zeiten sei es wichtig, Verständnis füreinander zu entwickeln.

Völkerverständigung

„Wir sind froh, dass wir im Austausch voneinander lernen können“, sagte der Rektor. „Die Jugend muss sich austauschen.“ Natürlich ist der Krieg in der Ukraine ein Thema. Haar betonte, solch ein Besuch biete die Gelegenheit, Verständnis für die Position des anderen zu entwickeln. „In Polen hat man ein ganz anderes Verhältnis zur Ukraine als in Deutschland, während es hier wiederum andere Sorgen und Ängste als in Polen gibt“, sagte er. Um solche Hürden zu überwinden sei es wichtig, „mal hinzufahren und zu sehen, wie die jeweilige Kultur mit der Situation umgeht“. Das war in den vergangenen Jahren coronabedingt nicht möglich.

Die Polinnen sind in Apartments untergebracht und nehmen in der kommenden Woche am Unterricht teil. Dabei stehen sowohl praktische Stunden als auch Deutsch- und Englischunterricht sowie kreatives Arbeiten auf dem Plan. Unter anderem soll ein polnischer Mittagstisch für 40 Personen zubereitet werden.

Kulturelles Programm mit Besuch in Hamburg

Die Gäste kommen aus Nowomiejski in Nordpolen, dem Partnerkreis des Landkreises Oldenburg, und besuchen die Berufsschule in Kurzetnik. Und sie sollen nicht nur die Schule in Deutschland kennenlernen, sondern auch etwas vom Land sehen. Dementsprechend sind eine Reihe von Ausflügen geplant, mit dem Rad rund um Wildeshausen und mit der Bahn nach Bremen, wo es im Stadtteil Industriehäfen in das Einkaufszentrum „Waterfront“ geht.

Ebenfalls interessant werden dürfte eine Fünf-Tage-Tour nach Hamburg zum Ende des Aufenthalts in Deutschland. Dort stehen eine polnische Stadtführung, das Musical „Die Eiskönigin“ und der Tierpark Hagenbeck auf der Liste der Aktivitäten. Ein Besuch im Heidepark rundet den Trip ab.

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