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Polizisten müssen sich mit Sprung zur Seite retten

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Von: Dierk Rohdenburg

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Bei den Montagabend-Demos hatte die Polizei in der Region viel Arbeit.
Bei den Montagabend-Demos hatte die Polizei in der Region viel Arbeit. © dpa

Delmenhorst – Bei Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen am Montagabend in Delmenhorst ist eine Person mit einem Auto auf kontrollierende Polizeibeamte zugefahren, sodass diese sich mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen mussten.

Das teilte die Polizei in einer Bilanz mit. Gegen den Autofahrer sollte zunächst wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt werden. Laut Mitteilung von Dienstag handelte es aber wohl nur um eine Ordnungswidrigkeit.

Im Rahmen der Maßnahmen ermittelte die Polizei zudem rund 50 Verstöße gegen die Maskentragepflicht und leitete Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Rund 190 Personen hatten sich am Montagabend ohne Anmeldung auf den Graftwiesen versammelt, um gegen die geltenden Corona-Regelungen zu demonstrieren. Vor Versammlungsbeginn erteilte die Polizei wieder die entsprechenden Auflagen. Während des Aufzuges rund um den Stadtkern konnten die Beamten keine Verstöße feststellen. Hierbei kam es zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen.

Darüber hinaus verteilten sich rund 250 Personen in mehreren Gruppen, die ihren Unmut über die Corona-Regelungen zum Teil lautstark zum Ausdruck brachten, im Stadtkern. Hier leistete eine Person Widerstand während der Feststellung seiner Identität. Das Versammlungsgeschehen war gegen 19.30 Uhr beendet.

Zeitgleich nahmen lau Polizei rund 600 Personen an einer angemeldeten Versammlung am Rathaus teil. Diese Teilnehmenden befürworteten die geltenden Corona-Regelungen. Im Rahmen dieser Versammlung konnten keine Verstöße festgestellt werden. Die Kundgebung wurde bereits gegen 18.45 Uhr beendet.

Zahlreiche Versammlungen im Landkreis Oldenburg

In Wildeshausen gab es auf dem Marktplatz eine Menschenkette von Befürwortern der Corona-Maßnahmen. Am Rande des Platzes fanden sich etwa 20 Gegner ein. Zeitgleich demonstrierten mehr als 55 Personen in Ahlhorn für Mitdenken sowie Solidarität mit Corona-Opfern. Die Polizei gestattete den Teilnehmern des angemeldeten und friedlich verlaufenden Protests rund 800 Meter auf der Straße zu laufen, um dann wieder umzukehren.

In Hude trafen sich ab 18 Uhr 15 Personen zu einer angemeldeten Versammlung, um gegen die geltenden Corona-Regelungen zu demonstrieren. Ihnen standen 40 Bürger gegenüber, die Solidarität mit den Corona-Maßnahmen einforderten. Darüber hinaus versammelten sich laut Polizei in Ganderkesee kurzzeitig 20 Personen, die sich im weiteren Verlauf in Kleinstgruppen im Bereich des Ortskerns aufteilten. Diese Personen gaben die Motivation ihres Zusammentreffens nicht bekannt. Im Rahmen der unangemeldeten Versammlung in Hude wurde ein Verstoß gegen die Maskentragepflicht festgestellt und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

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