Umzug frühestens im Jahr 2020 

Polizeiwache: Noch teurer und deutlich später fertig

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Wir müssen hierbleiben: Die Beamten des Wildeshauser Polizeikommissariats an der Herrlichkeit dürfen noch nicht umziehen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wenn die Polizei in Wildeshausen so langsam vorankommen würde, wie der Umbau der neuen Wache an der Daimlerstraße, hätten Ganoven ein leichtes Spiel. Vor rund einem Jahr hatte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius den Umzug für Ende 2018 vermeldet, nun wird es nichts vor dem Jahr 2020. Wenn überhaupt, denn die Kostenschätzungen sind erneut gestiegen, sodass zwei Ministerien erneut beraten und der Landtag die Mehrausgaben beschließen muss.

Diesen Schock müssen alle Beteiligten erst einmal verdauen: Ursprünglich standen Ausgaben in Höhe von 1,84 Millionen Euro für die Ausstattung und den Umbau des Gebäudes im Gewerbegebiet im Raum. Hinzu kam der Kaufpreis, der sich auf rund 1,3 Millionen Euro beläuft. Im vergangenen Sommer war schließlich von Ausgaben in Höhe von 2,4 Millionen Euro die Rede, um die Dienststelle im Sinne der Beamten herzurichten. Nach Angaben von Klaus Wieting, Leiter des Staatlichen Baumanagements Weser-Ems, das die Planung für das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) übernimmt, resultieren die Mehrkosten unter anderem aus höheren Aufwendungen für den Brandschutz sowie der Erneuerung der Technik.

Die Frage, ob die zusätzlichen Ausgaben vom Land übernommen werden, war im Sommer nicht geklärt. Das sollte im Oktober in Gesprächen zwischen der Polizeidirektion und dem NLBL ermittelt werden. Diese haben vor Kurzem stattgefunden, und Wieting kann vermelden, dass „wir an den Kosten gearbeitet haben“. So sei das Projekt neu bewertet worden. Man habe zudem Einsparungen definiert, die vom NLBL geprüft werden sollen. Dort liegen die neuen Angaben jetzt vor. Doch wer glaubt, dass das Volumen, über das entschieden werden soll, gesunken ist, der irrt. „Es wird mehr als die bisher veranschlagten 2,4 Millionen Euro werden“, berichtet Wieting. Wie viel mehr möchte er jedoch nicht sagen, aber angesichts des deutlich gestiegenen Baupreisindexes müsse das Amt neu kalkulieren. Und weil die Preise weiter steigen, muss wohl der gesamte Topf, aus dem die Umbauten im Land finanziert werden, noch einmal in den Landtag zur finalen Abstimmung.

Dieses Gebäude an der Daimlerstraße muss umgebaut werden. Das kostet deutlich mehr, als ursprünglich geplant.

Für die Polizeibeamten um Kommissariatsleiterin Gerke Stüven ist die Situation misslich. Seit vielen Jahren ist bekannt, dass die Gebäude an der Herrlichkeit sanierungsbedürftig sind. Zudem ist die Lage in der Innenstadt für Einsatzfahrten ungünstig, weil die Streifenwagen oft mit Blaulicht durch die Einkaufszone fahren müssen. Immerhin eine gute Nachricht hat Stüven für das Kommissariat: „Wir haben zum 1. Oktober 16 neue Kräfte bekommen“, erzählt sie. Allerdings sei die Personalstärke nicht dementsprechend gestiegen, sondern es seien vorrangig Stellen wiederbesetzt worden, die vakant waren.

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