Einzug Anfang Juli geplant

Polizeirevier Wildeshausen etwas teurer und später fertig

Vor der neuen Polizeiwache: Ann-Kathrin Velt (von links) und Gerald Neumann von der Polizeidirektion Oldenburg, Architektin Anna-Lena Lange sowie Michael Scholz und Alexandra Busch-Maaß vom Staatlichen Baumanagement Ems-Weser.
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Vor der neuen Polizeiwache: Ann-Kathrin Velt (von links) und Gerald Neumann von der Polizeidirektion Oldenburg, Architektin Anna-Lena Lange sowie Michael Scholz und Alexandra Busch-Maaß vom Staatlichen Baumanagement Ems-Weser.

Die gute Nachricht: Die Kosten für die neue Polizeiwache an der Daimlerstraße in Wildeshausen gehen nicht so explosionsartig in die Höhe wie bei anderen Großprojekten. Die schlechte Nachricht: Es wird immerhin 250 .000 Euro teurer. Insgesamt kostet die Renovierung und Umgestaltung eines ehemaligen Bürogebäudes in ein Polizeirevier damit rund 3,15 Millionen Euro.

Außerdem findet die Übergabe etwas später als geplant statt, nämlich Mitte Juni. In den folgenden Wochen erfolgt der Umzug. Als Einzugstermin ist der 1. Juli angepeilt. „Wir werden einen Doppelbetrieb haben, bis die neue Wache voll in Betrieb gehen kann“, versichert Gerald Neumann von der Polizeidirektion Oldenburg, dass die Einsatzfähigkeit der Ordnungshüter auch in der Übergangsphase gegeben ist.

Die gestiegenen Baukosten erklären sich unter anderem dadurch, dass für die ausgeschriebenen Arbeiten höhere Angebote eingingen, als vom Staatlichen Baumanagement Ems-Weser erwartet worden war. „Wir haben noch Glück gehabt“, sagt Alexandra Busch-Maaß mit Blick auf andere Baustellen des Landes. Sie ist die kommissarische Leiterin der Behörde. Die zeitliche Verzögerung hängt zum Teil damit zusammen, dass die zuerst gelieferten Zellentüren nicht passten und neue geordert werden mussten. Und auch hier sei Wildeshausen noch glimpflich davongekommen, weil bei anderen Bauprojekten zwei- bis dreimonatige Verzögerungen aufträten – zum Beispiel wegen Lieferschwierigkeiten für Metallzäune.

Mehr Elektro-Ladesäulen, weil die Streifenwagen nach und nach durch E-Autos ersetzt werden

Im Außenbereich gibt es zudem eine Neuerung: Da die Fahrzeugflotte der Polizei nach und nach auf Elektroantrieb umgestellt wird, sind jetzt zwölf statt zwei Ladesäulen vorgesehen. Deswegen reißen die Handwerker in den kommenden Wochen ordentlich Pflaster auf, um Leitungen zu verlegen. Die eigentlichen Ladestationen sollen dann Ende des Jahres gebaut werden.

Neumann ist bei der Polizeidirektion Oldenburg für die Wirtschaftsverwaltung zuständig. Schon jetzt seien Teile der Fahrzeugflotte mit einem Hybridantrieb unterwegs, erklärt er. Wenn jedoch immer mehr reine elektrisch angetriebene Streifenwagen angeschafft würden, brauche es auch die entsprechenden Ladestationen.

Aktuell sind die Handwerker an der Daimlerstraße mit Restarbeiten beschäftigt – das Gebäude ist in großen Teilen fertig und die Wache im Eingangsbereich auch schon möbliert. Bei den Gewahrsamszellen hat sich dagegen zuletzt nicht so viel getan, weil auf die Türen gewartet wird.

Wenn dann Anfang Juli tatsächlich in der Wache an der Herrlichkeit das Licht ausgeht, endet ein jahrelanger Prozess, denn die rund 90 Beamten sollten eigentlich schon 2018 umziehen. Aber immer wieder hatte es Verzögerungen und auch Kostensteigerungen gegeben. Dabei war klar, dass die sanierungsbedürftigen Gebäude an der Herrlichkeit den Anforderungen des modernen Polizeidienstes schon lange nicht mehr genügen. Bleibt zu hoffen, dass die scheinbar unendliche Geschichte des Revierumzugs in Wildeshausen nun doch ein gutes Ende findet.

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